Am kommenden Wochenende laden die Faustballer des TSV Jona zum traditionellen Obersee Masters im Grünfeld. Bei der 53. Ausgabe stehen sich 90 Mannschaften aus dem In- und Ausland beim IFA World Tour der Major-Kategorie gegenüber.

Auch in diesem Jahr organisiert die Faustballabteilung des TSV Jona das eigene Turnier, welches seit mehr als 50 Jahren ein festen Bestandteil in der vereinseigenen Jahresplanung ist und als traditioneller Auftakt der Schweizer Turnierserie in den Internationalen Terminkalender gehört. Erfreulicherweise kann Vereinspräsident Martin Grögli bei der diesjährigen Auflage ein illustres Teilnehmerfeld aus insgesamt neun Nationen sowie vier verschiedenen Kontinenten im Joner Grünfeld begrüssen, wobei die 90 Frauen- und Männermannschaften einen neuen Rekord darstellen.

Neue IFA Fistball World Tour

Die IFA Fistball World Tour ist eine weltweite Turnierserie für Klubmannschaften, wobei jede Mannschaft an diversen Turnieren unterschiedlicher Kategorie Punkte für eine neu geschaffene Weltrangliste sammeln kann. Die zwei besten Mannschaften eines jeden Kalenderjahres sind neben den Kontinentalsiegern automatisch für World Tour Finals gesetzt. Dieser Modus gilt für die Männer- sowie auch für die Frauen-Mannschaften. Das internationale Obersee Masters in Jona gehört aufgrund seines Prestiges, der Grösse und der internationalen Klasse zu den Turnieren der höchsten Major-Kategorie – vergleichbar mit den Grand Slams beim Tennis.

 

Dreifacher Nationenvergleich als Highlight im Rahmenprogramm

Nachdem bei den Männern die World Games in Wroclaw gerade erst beendet wurden richtet sich der Fokus nun auf die noch ausstehenden Europameisterschaften der Frauen und U21-Junioren in Deutschland. Aus diesem Grund finden am Freitagabend zwei Länderspiele zwischen Deutschland und der Schweiz statt. Zunächst trefft die männliche U21 auf Europameister Deutschland und im Anschluss kämpfen bei den Frauen die Eidgenossinnen (WM-Dritter) ebenfalls gegen Welt- und Europameister Deutschland um den Erfolg. Zusätzlich kommt es am Samstagabend mit Hinblick auf die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr zu einem Testspiel zwischen den Schweizer U18-Junioren und Europameister Deutschland. Es wird also spannend sein zu sehen, wie sich die Swiss Teams in den drei Vergleichen gegenüber den nördlichen Nachbarn behaupten können. Weitere Besonderheiten sind neben der erneuten Teilnahme der Belgischen Nationalmannschaft auch die Tatsache, dass mit Teams aus Argentinien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Italien, Namibia, Österreich, Schweiz und den USA insgesamt eine Rekordzahl von neun Nationen im Einsatz sind. Zusätzlich werden erstmalig Delegierte aus Kenia anwesend sein um sich ein Bild machen zu können.

 

Nahezu alle internationalen Topteams bestreiten die Herrenkonkurrenz

Am prestigeträchtigen A-Turnier kämpfen insgesamt 34 Top-Teams an zwei Turniertagen um den Sieg. Wie bereits im Vorjahr ist die Favoritenrolle auch in diesem Jahr im Vorfeld nicht gänzlich bestimmten Teams zuzuordnen, da sich eine Vielzahl von Mannschaften berechtigte Chancen auf die Teilnahme an der Finalrunde ausmachen kann. Aus Brasilien treten mit Sogipa und zwei Teams aus Novo Hamburgo insgesamt drei spielstarke Vereine an, welche sich zur Zeit auf Europa-Rundreise befinden. Komplettiert wird dieses südamerikanische Trio von der Argentinischen Nationalmannschaft. Aus Österreich haben fünf Mannschaften ihre Teilnahme zugesichert, wobei ein Teil der Teams von der aktuellen österreichischen U21-Nationalmannschaft gestellt wird, welche im letzten Jahr Vize-Europameister geworden ist. Zudem vertreten Staatsmeister Freistadt, Grieskirchen/Pötting und Linz Urfahr die österreichischen Landesfarben. Aus Deutschland empfängt man neben Welt- und Europapokalsieger Pfungstadt mit Berlin, Brettorf, Kellinghusen und Vaihingen/Enz weitere Bundesliga-Mannschaften, welche aus dem gesamten Raum der Republik stammen. Neben diesen 1. Ligisten kommen mit Käfertal, Tiefenthal und Unterhaugstett auch noch weitere ambitionierte, junge Teams aus dem nördlichen Nachbarland an den Obersee. Zusätzlich nutzt die deutsche U21-Nationalmannschaft das Turnier als Lehrgangsmassnahme für die bevorstehende Europameisterschaft und nimmt deshalb ebenfalls mit drei Mannschaften teil. Aus internationaler Sicht wird das Feld vom italienischen Meister SSV Bozen sowie zwei amerikanischen Vereinsmannschaften komplettiert. Neben der internationalen Konkurrenz kämpfen auch zahlreiche Teams der Schweizer Nationalliga A im Rahmen des Turniers um eine bestmögliche Platzierung. Sicher berechtigte Hoffnungen auf eine vordere Platzierung dürfen sich vor allem Diepoldsau sowie Widnau machen aber auch die Schweizer U21-Nationalmannschaft wird ihre Klasse in diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld beweisen können. Auf das Auftreten des TSV Jona darf man gespannt sein, denn nach einer bisher ausgeglichenen verlaufenen Saison möchte man das Heimturnier als Vorbereitung für bevorstehende entscheidende Schlussphase der NLA-Qualifikation nutzen.

 

Internationale Vereins- und Nationalmannschaften prägen das Frauen-Teilnehmerfeld

Das Frauenturnier hat sich in den vergangenen Jahren äusserst etabliert und kann sich mittlerweile zu Recht als das am weltbesten besetzte Turnier in dieser Kategorie bezeichnen. Mit einem Rekordanzahl von 30 Mannschaften aus sechs Nationen kann das Obersee Masters mit einer quantitativ und qualitativ ansprechenden Besetzung aufwarten. Zum Favoritenkreis zählen aus Schweizer Sicht sicherlich das als amtierender Schweizer Meister antretende Heimteam des TSV Jona. Zudem nehmen auch noch die NLA-Teams aus Oberentfelden-Amsteg, Embrach, Schlieren und Neuendorf am Turnier teil. Aus Deutschland geben sich zahlreiche Mannschaften aus Nord- und Süddeutschland die Ehre, weshalb diese Nation mit insgesamt sechzehn Teams – grösstenteils Bundesliga-Mannschaften – den Grossteil des Feldes sowie einige Turnierfavoriten um die beiden deutschen Frauen-Nationalmannschaften und Weltranglistenführer Calw stellt. Aus Brasilien kann man auf die Teilnahme der beiden Spitzenteams Novo Hamburgo und Sogipa zählen. Die andere Hälfte der Wettbewerber setzt sich aus insgesamt fünf spielstarken österreichischen Mannschaften zusammen, wobei eines dieser Teams die aktuelle Frauennationalmannschaft Österreichs darstellt, welche das Turnier ebenfalls als eine der letzten Lehrgangsmassnahmen für die bevorstehende Europameisterschaft nutzen werden und aller Voraussicht nach berechtigte Ambitionen auf die vorderen Ränge haben. Zusätzlich komplettieren noch der SSV Bozen aus Italien und eine Team von der amerikanischen Ostküste das illustre Teilnehmerfeld.