Die für Mitte Juli 2021 angesetzte Faustball-Weltmeisterschaft der Frauen in Rapperswil-Jona fällt ins Wasser. Aufgrund der vorliegenden Bestimmungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werden die weit fortgeschrittenen Vorbereitungsarbeiten eingestellt.

Die Hoffnung war bis vor kurzem spürbar - ebenso die Überzeugung. Aller Widrigkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise zum Trotz trieben die Mitarbeitenden des lokalen Organisationskomitees die Planungen für die vom 13. bis 17. Juli 2021 angesetzten Faustball-Weltmeisterschaft der Frauen zielstrebig voran. Die finanzielle Situation präsentierte sich dank der Zusicherung von grosszügigen Sponsorengeldern erfreulich. Hinzu stand im Grünfeld in Rapperswil-Jona eine Infrastruktur zur Verfügung, welche kaum Wünsche offenliess. Selbst die Rekrutierung von mehreren Dutzend freiwilliger Helfer war praktisch abgeschlossen. «Wir spürten von allen Seiten einen sehr grossen Zuspruch», stellt Martin Grögli rückblickend fest. Der Präsident der Faustballabteilung des TSV Jona glaubte bis zuletzt an eine erfolgreiche Durchführung der Titelkämpfe. «Wir sahen die Möglichkeit, in dieser ausserordentlichen Zeit einen aussergewöhnlichen Anlass auf die Beine zu stellen».

 

Auflagen als zu grosse Hypothek

Nach unzähligen Abklärungen, diversen Gesprächen mit und Einschätzungen von den massgebenden Amtsstellen sowie einer abschliessenden sachlichen Beurteilung mussten die Organisatoren letztlich doch kapitulieren. In Absprache mit der International Fistball Association IFA und den Verantwortlichen von Swiss Faustball entschied man sich knapp sieben Wochen vor dem geplanten Auftakt für eine Absage der Weltmeisterschaft im Joner Grünfeld. Die Unsicherheiten in Bezug auf die dannzumal gültigen behördlichen Vorschriften stellten ein zu grosses Risiko dar. «Für den finalen Schritt fehlte uns die Planungssicherheit», gibt Grögli zu bedenken und hebt insbesondere die aktuell geltenden Einreisevorschriften hervor, welche für einen Teil der gemeldeten 14 Faustball-Nationen eine zehntägige Quarantäne nach sich gezogen hätten. Ein Umstand, der den betroffenen Landesauswahlen nicht zugemutet werden konnte.

Und am Anlass selber wäre an eine stimmungsvolle Ambiance kaum zu denken gewesen. «Eine WM in unserer Sportart lebt von den Emotionen sowie den Begegnungen zwischen den Spielerinnen, Funktionären und Schiedsrichtern aus den verschiedenen Ländern», sagt Grögli. «Die vorliegenden Schutzbestimmungen hätten einen ungezwungenen Austausch verhindert.» Unter Berücksichtigung aller vorliegenden Fakten kommt die Absage der Frauen-WM 2021 in Rapperswil-Jona einer logischen Konsequenz gleich. Die International Fistball Association plant eine «Ersatz-WM» in der letzten Juli Woche im österreichischen Grieskirchen/Pötting und Einbindung in die dort stattfindende U18-WM und U21-EM.