5. Runde (Diepoldsau)

TSV Jona - STV Oberentfelden-Amsteg 1:3 (11:6/7:11/7:11/8:11)
TSV Jona - Satus Kreuzlingen 3:0 (11:5/11:4/11:4)
TSV Jona - FB Embrach 3:0 (11:2/11:1/11:2)


Trotz dem ersten Punktverlust sichert sich der TSV Jona an der letzten Runde in Diepoldsau mit zwei Erfolgen aus drei Partien den erneuten Sieg in der Qualifikation.
 

frauen1 tnErstmalig seit Ende November 2015 musste sich die Mannschaft von Trainer Martin Stoob auf nationaler Ebene geschlagen geben und wie bereits damals in der Hallensaison hiess der erfolgreiche Konkurrent STV Oberentfelden-Amsteg. Die aargauisch-urnerische Spielgemeinschaft ist zudem das erste Schweizer Team, welches dem TSV Jona seit der Feldsaison 2013 auf dem Rasen bezwingen konnte, denn in den vergangenen drei Jahren blieb Jona über die gesamte Saison jeweils gänzlich unangetastet. Die beiden weiteren Partien gegen Kreuzlingen und Embrach konnten im Gegenzug wieder klar gewonnen werden. Unabhängig von dieser verdientermassen erlittenen Niederlage beenden die Jonerinnen auch in diesem Jahr die NLA-Qualifikation auf dem ersten Rang und qualifizieren sich dadurch direkt für das Finale um den Schweizer Meistertitel beim Final-Event im heimischen Grünfeld am 09./10. September. Dort streben die Favoritinnen ihren insgesamt fünften Feldmeistertitel in Serie an und treffen dabei entweder auf Oberentfelden-Amsteg oder Embrach.

 

Oberentfelden-Amsteg mit mehr Biss und besserer Leistung

Im Spitzenduell und dem damit einhergehenden Kampf um den Qualifikationssieg zwischen Jona und Oberentfelden-Amsteg benötigten die Jonerinnen zumindest einen Satzgewinn um das Direktduell nach dem 3:0-Hinspielerfolg für sich zu entscheiden. Motiviert von der Tatsache, dass ein neuerlicher Erfolg gegen den Verfolger den angestrebten Qualifikationssieg bereits frühzeitig ins Trockene bringen würde, konnte sich Jona frühzeitig eine Führung erspielen. Routiniert verwalteten die St. Gallerinnen ihren Vorsprung und realisierten mit dem 11:6 den so wichtigen Satzgewinn. Unerklärlicherweise lief beim TSV Jona, welcher an diesem Tag auf die beiden Nationalspielerinnen Janine Stoob und Katja Winiger verzichten musste, ab dem zweiten Spielabschnitt nicht mehr viel zusammen. Plötzlich agierte man unkonzentriert, unsicher und vor allem sehr fehleranfällig was seitens Oberentfelden-Amstegs auch prompt genutzt wurde. Mit zweimal 7:11 drehten die Aargauerinnen den Spielverlauf und dominierten von nun an ihrerseits den Spielverlauf. Gerade mit zahlreichen halblang gespielten Bällen sowie Diagonalangriffen über die rechte Seiten wusste Oberentfelden-Amstegs Hauptangreiferin immer wieder zu punkten. Jona gelang es im Gegenzug jedoch nicht ausreichend Druck auf die solide gegnerische Defensive auszuüben und leistete sich zudem zu viele unnötigen Eigenfehler. Verdientermassen ging auch der vierte Teilabschnitt mit 8:11 an den Tabellenzweiten und die Jonerinnen mussten somit eine bittere aber völlig verdiente 1:3-Niederlage hinnehmen. Basierend auf diesem Resultat musste der TSV Jona nun die beiden noch ausstehenden Partien gewinnen um am letzten Spieltag nicht die Tabellenführung zu verlieren.

 

Engagierte Aufsteigerinnen nur im ersten Satz auf Augenhöhe

Nach dieser Niederlage standen die Jonerinnen in ihrer zweiten Tagespartie den Aufsteigerinnen von Satus Kreuzlingen gegenüber. Wie bereits in der Hinrunde wusste der Liganeuling vor allem im ersten Abschnitt kämpferisch zu überzeugen und profitierte zudem von einigen Joner Unkonzentriertheiten. Dadurch blieb der Satz bis zum Schluss sehr ausgeglichen, wobei der TSV Jona beim 11:8 von insgesamt fünf gegnerischen Eigenfehlern profitierte. Ohne diese Fehler wäre ein erneuter Satzgewinn für die Thurgauerinnen im Bereich des Möglichen gelegen. In den beiden darauffolgenden Sätzen dominierte der Titelverteidiger die Partie jedoch in gewohnter Manier und konnte sich mit zwei klaren 11:4-Satzresultaten letztendlich standesgemäss in drei Sätzen durchsetzen.

 

Embrach ohne jegliche Chance

Zum Abschluss der diesjährigen Qualifikation trafen die Jonerinnen auf den Tabellendritten FB Embrach, welcher bereits im Hinspiel deutlich in drei Sätzen bezwungen werden konnte. Die Ausgangslage im Vorfeld des Rückspiels war jedoch bereits relativ klar und die Zürcherinnen schonten deshalb ihre Haupangreiferin wodurch die Partie vom sportlichen Wert her belanglos wurde. Ohne echte gelernte Angreiferin agierend wusste das desolate Embrach dem konzentriert auftretenden TSV Jona nichts entgegenzusetzen und erlebte ein wahres Debakel. Dementsprechend deutlich wurde der Konkurrent mit 11:2, 11:1 und 11:2 deklassiert und dadurch der Qualifikationssieg gesichert.

 

Im Einsatz: Tina Baumann, Natalie Berchtold (C), Nicole Münzing, Janine Stoob (Abwesend), Celina Traxler, Katja Winiger (abwesend), Jacqueline Merk, Martin Stoob (Trainer)