Den Frauen des TSV Jona bleibt beim Women’s Champions Cup aufgrund der äusserst starken deutschen Konkurrenz ein erneuter Exploit leider verwehrt.

 

frauen1 tnNach ärgerlichen aber ebenso verdienten 1:3-Niedelage gegen den Ahlhorner SV (GER) im letzten Gruppenspiel besass der TSV Jona die etwas enttäuschende Gewissheit, dass man das angestrebte Ziel der Halbfinalqualifikation beim diesjährigen EFA Fistball Women's Champions Cup verpasst hatte. Nachdem die ersten beiden Partien eigentlich den erwarteten Verlauf bzw. Ausgang genommen habe, schaffte es die Mannschaft von Martin Stoob (Trainer) und Michael Schubiger (Co-Trainer) nicht im entscheidenden Spiel gegen den letztjährigen Finalisten auf allen Positionen die erforderliche Bestleistung abzurufen. Letztendlich erwies sich die eigene Leistung als zu unkonstant um die Phalanx der starken deutschen Vereinsmannschaften zu durchbrechen. Phasenweise offenbarte sich, dass das dynamische, schnelle und direkte Spiel der Jonerinnen prinzipiell geeignet wäre um als einziger internationaler Vertreter die deutschen Top-Teams zu fordern. Da dies aber nicht durchgängig gelang, musste auch der TSV Jona die Dominanz der vier Vertreter aus Deutschland, welche die Medaillen unter sich ausmachten, akzeptieren. Getreu dem Motto „Best of the rest“ gewann Jona in der Platzierungsrunde beide Partien und beendete den EFA Fistball Women's Champions Cup auf dem 5. Schlussrang.

 

Gruppenphase erwies sich als erwartet schwierige Hürde

In den Gruppenspielen vom Samstag spielten die Frauen des TVS Jona in einer Gruppe mit dem österreichischen Staatsmeister Linz, Titelverteidiger Dennach und dem letztjährigen Finalisten Ahlhorn. Mit einer kompakten Teamleistung konnte Jona die Österreicherinnen aus Linz zunächst überraschen und mit 2:0-Sätzen in Führung gehen. Der zum Sieg benötigte dritte Satzgewinn erwies sich dann jedoch als um einiges schwieriger als erhofft und deshalb musste der TSV Jona zunächst noch einmal den 2:2-Satzausgleich hinnehmen. Im Entscheidungssatz dominierte man den Spielverlauf jedoch wieder und somit sicherten sich die St. Gallerinnen durch das 3:2 den so wichtigen Auftaktsieg gegen FBC ABAU Linz Urfahr. Gegen Dennach, immerhin dreifacher europäischer Titelträger der letzten drei Jahre, fanden die Jonerinnen zunächst ideal die Partie und konnten sich die 1:0-Satzführung sichern. Auf der durch den Rückenwind unterstützend und dadurch eigentlich einfacher zu bespielenden Spielfeldseite verpasste es der TSV Jona jedoch die Satzführung auszubauen und geriet infolge immer mehr ins Hintertreffen. Im Stile eines Champions dominierte der TSV Dennach (GER) nach dem 1:1-Satzausgleich den weiteren Spielverlauf. Folgerichtig mussten sich die Schweizerinnen den mit Weltmeisterinnen gespickten Deutschen mit 1:3-Sätzen geschlagen geben. Da diese Niederlage im Vorfeld bereits quasi einkalkuliert wurde, musste der letzte Match gegen den Ahlhorner SV (GER) über die angestrebte Halbfinalqualifikation entscheiden, da beide Mannschaft bis dahin jeweils einen Sieg und einer Niederlage zu Buche stehen hatten. Genau diese Finalissima gab es bereits im letzten Jahr und wie schon damals musste man sich leider den Norddeutschen geschlagen geben. Einzig im dritten Spielabschnitt gelang es den Jonerinnen über einen ganzen Satz hinweg konstant, druckvoll und vor allem fehlerfrei zu agieren. Dieser Satzgewinn zeigte eigentlich auf, dass ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen gelegen wäre. Aufgrund der Niederlagen gegen die beiden deutschen Top-Teams musste der TSV Jona mit dem dritten Rang in der Vorrunde Vorlieb nehmen und verpasste dadurch den Einzig unter die besten vier Teams.

 

Jonerinnen mit 5. Schlussrang „Best of the rest“

Im Überkreuzspiel am Sonntagmorgen trafen die Ostschweizerinnen auf den Vierten der anderen Vorrundengruppe, zweiten Schweizer Vertreter STV Oberentfelden-Amsteg (SUI), welcher am Samstag alle seine Partien verloren geben musste. In einer durchaus engen Partie konnten die Jonerinnen den ersten Spielabschnitt relativ souverän mit 11:6 zu ihren Gunsten entscheiden. Im zweiten Satz konnte Oberentfelden-Amsteg die Partie jedoch bis zum Schluss äusserst ausgeglichen gestalten und dem TSV Jona gelang es erst in der Verlängerung das mit dem Sieg gleichbedeutende 14:12 zu realisieren. Das man im Platzierungsspiel um den fünften Schlussrang erneut auf die Linzerinnen traf zeigte wie ausgeglichen und stark die eigene Vorrundengruppe gewesen ist. Anders als am Tag zuvor musste Jona dieses Mal einen 0:1-Satzrückstand hinnehmen, doch die Mannschaft um Hauptangreiferin Celina Traxler aktivierte ncoh einmal alle Kraftreserven und vermochte die Partie erfolgreich zu drehen. Mit zwei aufeinanderfolgenden Satzerfolgen (11:7 und 11:6) gelang es dem Schweizer Meister ein weiteres Mal den österreichischen Vertreter an diesem Wochenende zu schlagen. Damit konnte sich der TSV Jona im Vergleich zum Vorjahr in der Endabrechnung um einen Platz steigern. Wie bereits vorgängig erwähnten machten die deutschen Vertreter die Entscheidung um die Medaillensätze komplett unter sich aus und wie in den vergangenen Jahren gelang es dem TSV Dennach aus dieses Mal seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Ausrichter TV Jahn Schneverdingen sicherte sich die Silbermedaille vor dem letztjährigen Finalisten aus Ahlhorn, welcher sich gegen den TSV Calw im Spiel um Bronze durchsetzen konnte.

 

Kader: Tina Ferrat, Natalie Berchtold (C), Jacqueline Merk, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger, Martin Stoob (Trainer), Michael Schubiger (Co-Trainer)