Finalrunde am 08./09 Septepmber in Kölliken

Halbfinale:    TSV Jona - STV Oberentfelden-Amsteg


Im aargauischen Kölliken wollen die Frauen des TSV Jona am kommenden Wochenende beim Final-Event ihren sechsten Feld-Meistertitel in Serie realisieren

 

20170504 frauen nla runde1Ungeschlagen aber nicht ganz unangefochten konnte die vom Coaching-Duo Martin Stoob und Michael Schubiger betreute Mannschaft auch in diesem Jahr die NLA-Qualifikation für sich entscheiden. In den vergangenen fünf Jahren konnte der TSV Jona jeweils den Schweizer Meistertitel auf dem Feld gewinnen und das Team brennt darauf diesen Erfolg ein sechstes Mal in Folge zu realisieren. Dies wäre gleichbedeutend mit dem Vereins-eigenen Rekord von aufeinanderfolgenden Titelgewinnen, welchen die Frauen derzeit noch mit den Senioren teilen müssen. Beim Schweizer Final4-Turnier gelten die Serienmeisterinnen aus Jona als die grossen Favoritinnen, doch die nationale Konkurrenz wittert aufgrund von einzelnen Satzgewinnen durchaus seine Chancen. Anders als ursprünglich geplant findet die Veranstaltung in Kölliken statt, da der Platz des Ausrichters Oberentfelden aufgrund von Hitzeschäden gesperrt wurde und dadurch eine Alternative gefunden werden musste. Am Samstag trifft Jona im ersten Halbfinale zunächst auf den Ausrichter STV Oberentfelden-Amsteg und hofft sich mit einem Sieg für das grosse Finale am Sonntag zu qualifizieren. Im zweiten Qualifikationsspiel treffen Diepoldsau und Kreuzlingen aufeinander und eine dieser beiden Mannschaft wird auch der zweite Gegner an diesem Wochenende für die Jonerinnen sein.

 

"El Classico" gegen Oberentfelden-Amsteg

Das Heimteam auf Oberentfelden, welches sich nach einer verkorksten ersten Qualifikationshälfte erst am letzten Spieltag in Extremis für das Final4-Turnier qualifizieren konnte, ist im diesjährigen Halbfinale der Gegner des TSV Jona. In den vergangenen Jahren stellte diese Partie meistens die Final-Paarung dar, wobei die Jonerinnen in der Regel das bessere Ende für sich beanspruchen konnten. Zwar konnte Jona auch in dieser Saison sämtliche Partie für sich entscheiden, doch die Mannschaft um Natalie Berchtold wird diesen Gegner nicht unterschätzen. „Die Partien in diesem Jahr waren knapper als auch schon. Das ist jedoch gut so, denn so gibt es viele spannende Partien. Wir werden alles geben, um unseren Titel wieder zu verteidigen. Ich glaube, dass bereits das Halbfinale gegen Oberentfelden ein ausgeglichenes Spiel geben wird, bei dem wir den nötigen Biss zeigen müssen bis ganz zum Schluss“, umschreibt der Joner Captain die Ausgangssituation. Insbesondere der 0:2-Satzrückstand in der Qualifikation, welcher glücklicherweise noch in ein 3:2-Resultat gedreht werden konnte, wird dabei im Hinterkopf der Spielerinnen nicht vergessen sein. Entsprechend konzentriert, motiviert aber auch überzeugt von der eigenen Stärke muss die Mannschaft auftreten.

 

Offene Ausgangslage im Kampf um die Medaillen

Ein klarer Favorit ist für das zweite Halbfinale zwar nicht unbedingt auszumachen, denn sowohl der Qualifikationszweite als auch Überraschungsteam Kreuzlingen wussten mit ihren Leistungen in der NLA-Qualifikation zu überzeugen. Nach dem bisherigen Saisonverlauf sind die Rheintalerinnen um den SVD Diepoldsau jedoch leicht zu favorisieren. Sollte es also dazu kommen, dass sowohl der TSV Jona als auch Diepoldsau jeweils ihr Halbfinale gewinnen, würde im Finale dann die beiden aktuell stärksten Schweizer Mannschaften gegenüberstehen. Auf Seiten Diepoldsaus wird gerade Vize-Weltmeisterin Tanja Bognar, welche in Linz zusammen mit den Jonerinnen Tina Ferrat, Natalie Berchtold, Janine Stoob und Celina Traxler sensationell die Silbermedaille gewinnen konnte, eine entscheidende Rolle einnehmen. Sollte sie mit einer guten Tagesform agieren, wird auch der TSV Jona seine Bestleistung abrufen müssen, um die geplante fünfte erfolgreiche Titelverteidigung am Stück auch wirklich realisieren zu können. Mit der angestrebten Titelverteidigung will man die Vormachtstellung auf nationaler Ebene weiterhin bewahren.

 

Kader: Tina Baumann, Natalie Berchtold (C), Jacqueline Merk, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger, Martin Stoob (Trainer), Michael Schubiger (Co-Trainer)