Final-Event (Wängi)
Halbfinale: TSV Jona - STV SATUS Kreuzlingen
Platzierungsspiel: TSV Jona - ???

Im thurgauischen Wängi bestreiten die Frauen des TSV Jona am kommenden Sonntag beim Final-Event das Halbfinale um die Schweizer Hallenmeisterschaft im Faustball.

 

2018 frauen1 tnWie bereits im Vorjahr agierten die Joner Damen über die NLA-Qualifikation hinweg äusserst überzeugend und sicherten sich ungeschlagen den angestrebten Qualifikationssieg vor den härtesten Konkurrentinnen aus Diepoldsau und Oberentfelden-Amsteg. Von allen Seiten bereits im Vorfeld der diesjährigen Hallensaison zum klaren Favoriten erklärt, wird die neuerliche Titelverteidigung jedoch schwieriger als ursprünglich angenommen. Aufgrund der schwerwiegenden Verletzung von Service-Spezialistin Janine Stoob Beim EFA European Champions Cup im Januar müssen die St. Gallerinnen den Kampf um die Medaillenränge personell geschwächt antreten. Dementsprechend motiviert lauten deshalb um Vorfeld auch die Kampfansagen der Konkurrenz, welches nun die Gunst der Stunde nutzen und den TSV Jona vom Thron stossen wollen. Unabhängig davon hat sich die Mannschaft des Trainergespanns Martin Stoob und Michael Schubiger dennoch gewissenhaft vorbereitet und strebt eine Verteidigung der nationalen Spitzenposition an. Da im Vorfeld nur schwer ein Ausrichter mit einer entsprechenden Infrastruktur gefunden werden konnte, wird das Final-Event erstmals getrennt von den Männern und auch nur an einem einzigen Tag durchgeführt.

 

Vermeintlich einfache Aufgabenstellung im Halbfinale

Im ersten Damen-Halbfinale trifft das Joner Team auf die junge Mannschaft des STV Kreuzlingen, welche in ihrer ersten NLA-Hallensaison bereits Dir direkte Qualifikation ans Final Four realisieren konnte. Die Qualifikationsvierten vom Bodensee schafften im Sommer bereits ihren Durchbruch auf nationaler Ebene und scheinen ein Versprechen für die Zukunft zu sein da Kreuzlingen sich trotz ihres immer mich jungen Durchschnittsalters immer mehr in der nationalen Spitze zu etablieren scheint. In der aktuellen Saison konnte Jona in der Qualifikation seine Partie gegen Kreuzlingen zwar in 3:0-Sätzen für sich entscheiden, wobei alle drei Spielabschnitt ziemlich umkämpft gewesen sind. Aus diesem Grund dürfen die Thurgauerinnen auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden zumal der Tabellenvierte eigentlich nur noch gewinnen gewinnen kann. Das der Druck nahezu gänzlich auf Seiten des TSV Jona liegt weiss auch Captain Natalie Berchtold: „Wir werden es sicher merken, dass Janine nicht mit dabei ist, werden aber alles geben, um ihren Ausfall so gut wie möglich zu kompensieren.“. Im Kampf um den neuerlichen Einzug in das diesjährige Finale wird es wie immer davon abhängen ob es den Joner Damen gelingt dennoch ihr druckvolles und variables Angriffsspiel aufzuziehen und dabei die Eigenfehlerquote möglichst gering zu halten.

Offene und spannende Ausgangslage  im zweiten Halbfinale

Abhängig vom Ausgang ihrer Halbfinalpartie treffen die Jonerinnen in der noch am gleichen Tag im Rahmen der Platzierungsspiele auf unterschiedliche potentielle Gegner, da das zweite Halbfinale zwischen dem Qualifikationszweiten Diepoldsau und dem aktuellen Vizemeister Oberentfelden-Amsteg als sehr offene Partie betrachtet werden kann. Zwar sind die Rheintalerinnen aus Diepoldsau leicht zu favorisieren aber bereits im letzten Jahr konnte Oberentfelden-Amsteg in einer dramatischen Partie die Überraschung schaffen. Es ist also schwierig im Vorfeld eine realistische Prognose zu wagen, da alle Mannschaften in der Liga-Qualifikation auf einem sehr ähnlichen und ausgeglichenen Niveau agierten. Schlussendlich wird wohl auch dieses Mal die jeweiligen Tagesform über die letztendliche Entscheidung über die Medaillenvergabe richten. Für die Zuschauer dürften somit spannende, enge und vor allem stark taktisch geprägte Partien auf dem Programm stehen.

Im Einsatz stehen

Natalie Berchtold (C), Tina Ferrat, Jacqueline Merk, Janine Stoob (verletzt), Celina Traxler, Katja Winiger, Martin Stoob (Trainer), Michael Schubiger (Co-Trainer)