Vorrunde:  
TSV Jona - FBC ABAU Linz Urfahr (AUT) 3:1 (6:11/11:5/11:8/11:6)
TSV Jona - TV Jahn Schneverdingen (GER) 3:1 (13:11/11:9/2:11/11:5)
TSV Jona - Ahlhorner SV (GER) 1:3 (7:11/2:11/11:9/3:11)
   
Halbfinale und Spiel um Platz 3:  
TSV Jona - Union Nussbach (AUT) 2:3 (11:8/14:12/3:11/6:11/6:11)
TSV Jona - Ahlhorner SV (GER) 2:3 (11:9/6:11/2:11/11:8/1:11)

 

Beim EFA 2019 Women's Champions Cup in Laakirchen (AUT) gelang den bis anhin verletzungsgeplagten Jonerinnen ein im Vorfeld nicht unbedingt erwarteter Exploit mit dem erneuten Vorstoss in die Top 4 Europas.

 

frauen1 tnUrsprünglich als eines der Saisonhighlights angedacht, reiste der TSV Jona mit gemsichten Gefühlen nach Österreich um am diesjährigen EFA European Champions Cup teilzunehmen. Seit Saisonbeginn plagten sich zahlreiche Stammspielerinnen mit Verletzungen rum und deshalb startete man auch eher verhalten in die nationale Meisterschaft. Im weiteren Saisonverlauf hat sich das Lazarett endlich gelichtet doch das wahre aktuelle Leistungsniveau der Mannschaft war weiterhin die grosse Unbekannte. Erfreulicherwiese gelang den Jonerinnen mit dem Vorstoss in das Halbfinale der etwas unerwartete aber heimlich erhoffte Exploit, doch leider konnte der Traum nach einer Medaille durch zwei bittere Fünf-Satz-Niederlagen am Sonntag nicht erfüllt werden. Dennoch bleibt festzuhalten das Jona trotz zahlreicher Verletzungssorgen bis Mitte Saison rechtzeitig in Topform gefunden hat und somit hoffnungsvolle Aussichten auf das bevorstehende Final Four im heimischen Grünfeld bestehen.

Starke Joner Mannschaftsleistung in der Vorrunde
In den Gruppenspielen vom Freitag spielten die Frauen des TVS Jona in einer äusserst starken und ausgeglichen Gruppe mit Linz Urfahr, Schneverdingen und Ahlhorn. Sehr verhaltener Start der Jonerinnen im Startspiel gegen den österreichischen Vizemeister Linz Urfahr. Nach einer 4:2-Führung passte im Joner Angriff nicht viel zusammen da die Genauigkeit im Zuspiel fehlte, weshalb der Satzverlust die logische Folge war. Überzeugend die Reaktion des TSV Jona in den darauffolgenden Spielabschnitten, denn basierend auf überragenden Abwehraktionen auf allen Positionen und einer dadurch optimalen Angriffsauslösung drehten die Jonerinnen die Partie. Wenn benötigt wurde jedoch auch mit dem Service konsequent gepunktet oder zumindest ausreichend Druck erzeugt, sodass die nächsten drei Sätze verdientermassen alle an Jona gingen. Mit dem etwas unerwarteten klaren Erfolg im Rücken agierten die Jonerinnen im zweiten Match nahezu überragend. Gegner war mit Schneverdingen immerhin Dominatorinnen der deutschen Bundesliga Nord. Die beiden ersten Sätze konnten dank einer grandiosen Abwehrleistung und einer überzeugenden Angriffsauslösung gegen die mit Nationalspielerinnen gespickten Norddeutschen gewonnen werden. Im dritten Satz schlug der letztjährige Finalist jedoch noch einmal zurück und sicherte sich völlig verdientermassen den Satzanschluss. Eine entsprechende Reaktion zeigten die St. Gallerinnen jedoch direkt im Anschluss als man im 4. Satz wieder an die Leistung der beiden Startsätze anknüpfen konnte. Der damit einhergehende erneute Satzgewinn war gleichbedeutend mit dem zweiten Sieg in der Vorrunde. Auf Grund der bisherigen Vorrunden-Resultate wusste man bereits im Vorfeld, dass dem TSV Jona ein einzelner Satzgewinn für die Halbfinalqualifikation reichen würde. Konkurrent Ahlhorn hingegen musste die Partie unbedingt gewinnen um nicht noch von Schneverdingen überholt zu werden. Erstmalig an diesem European Champions Cup agierten die Jonerinnen nervös und dadurch etwas gehemmt, wodurch man nie wirklich in die Partie fand. Nachdem man die ersten beiden Abschnitte verloren geben musste stand der TSV Jona bei 6:9 bereits mit dem Rücken zur Wand. Allerdings verhinderte grosse Moral und ein grandioser Endspurt zum umjubelten 11:9 das drohende Vorrundenaus. Mit der Gewissheit des Satzgewinns und der damit einhergehenden Halbfinalqualifikation tat der anschliessende Satzverlust und die damit verbundene 1:3-Niederlage der Joner Freude keinen Abbruch.

Zwei bittere Fünf-Satz-Niederlagen verhindern möglichen Medaillengewinn
Das Hoch vom Vortag schien bei den Jonerinnen auch im Halbfinale gegen den vor Wochenfrist frisch gekürzten österreichischen Meister Nussbach anzuhalten. Trotz einiger Gegenwehr der Österreicherinnen konnte der TSV Jona die beiden ersten Sätze für sich entscheiden. Anschliessend fand Nussbach jedoch immer besser in die Partie und konnte nicht unverdient zum 2:2 nach Sätzen ausgleichen. Im somit notwendig gewordenen Entscheidungssatz schien das Momentum zunächst wieder auf die Seite des TSV Jona zu drehen, denn man konnte bei 6:3 die Seiten wechseln. Leider geriet das erste Service nach dem Wechsel knapp zu lang und dieser Eigenfehler erwies sich letztendlich als Knackpunkt in der Partie. Jona gelang in der Folge nichts mehr und die Gegnerinnen spielten sich in einen wahren Rausch. Mit 6:11 ging nicht nur der Satz und das Spiel, sondern auch die mögliche Finalqualifikation auf äusserst bittere Art und Weise flöten. Im Spiel um Bronze traf man nun erneut auf die Vertreterinnen des Ahlhorner SV. Natürlich strebten die Jonerinnen nach einer Revanche für die Vorrundenniederlage vom Vortag. Dies schien zu Beginn zu klappen, denn Jona gewann den ersten Satz. In der Folge rissen jedoch die Norddeutschen das Spieldiktat an sich und gewannen Sätze zwei und drei. Erneut mit dem Rücken zur Wand, gab sich der TSV Jona jedoch noch lange nicht geschlagen und erzwang mit einem Satzgewinn einen Entscheidungssatz. Im nun insgesamt 10 Satz an diesem heissen Sommertag war der Tank bei allen Jonerinnen jedoch definitiv leer und man konnte den erhofften Exploit nicht mehr realisieren. Nach der zweiten bitteren Fünf-Satz- Niederlage blieb dem TSV Jona leider nur noch der undankbare 4. Schlussrang.

Starkes Lebenszeichen auf europäischer Ebene in schwieriger Saison 
Kurz vor den internationalen Sommerturnieren haben die Jonerinnen erneut bewiesen, dass sie als Mannschaft auch weiterhin zur kontinentalen Spitze gehören. Trotz zahlreicher Hürden und Verletzungen im bisherigen Saisonverlauf gelang es dem Team rechtzeitig zum ersten Saisonhöhepunkt eine hervorragende Leistung abzurufen. Auch wenn der knapp verpasste Medaillengewinn auch in der Nachbetrachtung schmerzen wird, stimmt die gezeigte Qualität das Trainerteam zuversichtlich für den weiteren Saisonverlauf. Mit dem Obersee Masters, dem Final Four im heimischen Grüfeld sowie den IFA World Tour Finals in Salzburg stehen auch noch drei weietre Highlights auf dem Programm der Jonerinnen.  
 

Im Einsatz: Natalie Berchtold (C), Tina Ferrat, Ramona Kropf, Simona Kropf (abwesend), Jacqueline Merk, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger, Martin Stoob (Trainer), Michael Schubiger (Co-Trainer)