Final-Event (Winterthur)
Halbfinale: TSV Jona - STV SATUS Kreuzlingen 3:0 (11:4/12:10/11:4)
Finale: TSV Jona - SVD Diepoldsau 2:3 (11:7/5:11/6:11/11:8/7:11)


Am vergangenen Wochenende erreichte das Damen-NLA-Team in Winterthur-Neuhegi souverän das Finale um die Schweizer Meisterschaft, verpasste dort jedoch knapp die Rückeroberung des Hallentitels.

2019 20 halle f 2rang nla tn


Eine perfekte Saison legten die Frauen des TSV Jona bis zum Finale aufs Parkett, denn bis dahin könnte man alle Partien in der NLA-Qualifikation sowie auch das Halbfinale jeweils ohne Satzverlust für sich entscheiden. In der Neuauflage des letztjährigen Finals gegen Titelverteidiger SVD Diepoldsau mussten sich die Jonerinnen jedoch ausgerechnet im letzten, wichtigsten Saisonspiel erstmalig in der Hallensaison 2019/20 geschlagen geben. „Leider konnten wir ausgerechnet im Finale nicht unsere normale Leistung aus der gesamten Saison abrufen. Es ist schon ärgerlich das wir insgesamt nur drei Sätze abgegeben haben diese Hallensaison aber alle drei ausgerechnet im Finale“ so Captain Natalie Berchtold in der Nachbetrachtung aber sie betonte zudem das Diepoldsaus Hauptangreiferin überragend am Service und aus dem Spiel agiert habe und somit der Sieg Diepoldsaus auch verdient gewesen sei. Über den gesamten Saisonverlauf hinweg hielt das Trainer-Team um Martin Stoob und Michael Schubiger jedoch am im Vorfeld definierten Konzept fest und rotierten auch in an diesem Final-Event kräftig durch: „Unser primäres Saisonziel war es allen Spielerinnen vermehrte und ausgeglichene Einsatzzeiten zu garantieren und nach der erfolgreichen Qualifikation sahen wir keinen Grund von diesem Vorhaben am Wochenende abzukehren.“ Diese gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen bringen die Mannschaft insgesamt hoffentlich den gewünschten Schritt weiter um gerade im Sommer noch einmal einen weiteren Schritt in Richtig internationale Spitzenklasse machen zu können.

Souveräner Finaleinzug gegen Kreuzlingen
Als ungeschlagener Qualifikationssieger gingen die Jonerinnen als Favorit in das Halbfinale gegen die junge Mannschaft des STV SATUS Kreuzlingen. Von Beginn an präsentierte sich der Titelverteidiger jedoch äusserst konzentriert und bestimmte sofort den Spielverlauf, wobei beide Mannschaften auf Grund des weitläufigen Hallenauslaufs mit zahlreichen kurz gespielten Bällen, taktischen Angriffen und möglichst variablen Leinenspiel auf ähnliche taktischen Vorgaben setzten. Die Jonerinnen standen sattelfest in der Defensive und der eigene Angriff erwies sich im Startsatz als äusserst effizient, weshalb man man die Thurgauerinnen mit 11:4 überrollte und von Anfang an keine Zweifel aufkommen wer zu favorisieren ist. Auch im zweiten Abschnitt sah zunächst alles nach einem erneuten Joner Durchmarsch aus denn die St. Gallerinnen konnten rasch mit 5:1 in Führung gehen. Dann kam es zu einem Bruch im Joner Spiel und sechs Eigenfehler in Serie liessen zu das Kreuzlingen noch einmal in die Partie zurückkam. Erst gegen Satzende konnte der TSV Jona bei ‪8:10‬ Satzbälle erfolgreich abwehren und sicherte sich im Gegenzuge in der Verlängerung mit ‪12:10‬ die wichtige 2:0-Satzführung. Wachgerüttelt von diesem Beinahe-Satzverlust agierten die Jonerinnen im dritten Satz wieder konzentrierter und nahmen das Spieldiktat in die Hand. Die Konkurrenz aus Kreuzlingen konnte darauf nicht mehr reagieren und entsprechend schnell ging auch dieser Teilabschnitt an den TSV Jona. Mit einem neuerlichen 11:4 und dem gleichbedeutenden 3:0-Erfolg sicherte man sich den erneuten Finaleinzug in der Halle..


Diepoldsau in den entscheidenden Situationen effizienter
Im erwarteten Finalspiel zwischen den beiden derzeit stärksten Teams in der Schweiz kam es zum erneuten Duell zwischen Hallenmeister Diepoldsau und Feldmeister Jona. Wie bereits in der Qualifikation erwischten die Jonerinnen den besseren Start und konnten mit präzisen Zuspielen Hauptangreiferin Celina Traxler konsequent in Szene setzen. Ein präzises Zuspiel sowie eine hohe Erfolgsquote im Angriff führten letztendlich auch zur verdienten 1:0-Satzführung. Im Anschluss vermochte sich der SVD Diepoldsau jedoch ersichtlich zu steigern und nutze gerade mit seinem effizienten Service die sich offenbarenden Lücken im Joner Defensivverbund vermehrt aus. In den Sätzen zwei und drei vermochte der TSV Jona diesem Angriffsdruck der Rheintalerinnen nicht viel entgegenzusetzen und schien insgesamt etwas rat- und planlos. Dies äusserste sich vor allem in ungewohnten Abstimmungsfehler sowie einem sehr unkonstanten und für Joner Verhältnisse eher schlechten Zuspiel von allen Positionen. Mit dem 1:2-Satzrückstand konfrontiert bäumte sich der Qualifikationssieger aus Jona im vierten Teilabschnitt jedoch noch einmal auf und konnte beim Stand von 8:8 die Big Points zum umjubelten 2:2-Satzausgleich machen. Somit musste wie bereits im Vorjahr der fünfte Abschnitt über den Titelgewinn entscheiden. Im Entscheidungssatz verpassten die Jonerinnen das gerade gewonnene Momentum für sich zu nutzen und drei unnötigen Eigenfehler führten zu einem schnellen 1:6-Rückstand, welcher sich letztendlich als eine zu grosse Hypothek herausstellen sollte. Mit ‪7:11‬ ging der Satz und somit auch das Finale verloren, wodurch sich der TSV Jona wie schon im Vorjahr mit der Silbermedaille begnügen musste. Diepoldsau hingeben verteidigte verdientermassen erstmalig seinen Titelgewinn in der Halle.

Im Einsatz: Natalie Berchtold (C), Tina Ferrat, Ramona Kropf, Simona Kropf, Jacqueline Merk, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger, Martin Stoob (Trainer, abwesend), Michael Schubiger (Co-Trainer)