Final-Event (Widnau)

Halbfinale: TSV Jona - FB Neuendorf 3:1 (11:9/8:11/11:5/11:9)
Finale: TSV Jona - SVD Diepoldsau 2:3 (9:11/11:7/3:11/12:10/6:11)


Das Damen-NLA-Team verpasst am vergangenen Wochenende beim Final-Event in Widnau knapp den achten Feld-Titelgewinn in Folge und beendet eine schwierige Saison dennoch mit dem erfreulichen Gewinn der Silbermedaille.

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Im Vorfeld von vielen Seiten erstmalig seit langem nicht mit der Favoritenrolle bedacht, konnte das Damen-Fanionteam des TSV Jona dem Druck der stark aufspielenden Herausforderinnen beinahe bis zum Schluss widersetzen, mussten sich schlussendlich nach fünf teilweise hart umkämpften Sätzen knapp geschlagen geben. Dennoch ist der Gewinn der Silbermedaille für die Jonerinnen in dieser so schweren und speziellen Saison mit der ganzen COVID-19 Situation und dem tragischen, vorzeitiges Ableben ihres Trainers Martin Stoob als grosser Erfolg zu werten. Über die gesamte Saison hinweg erwies sich Diepoldsau als die stärkste und auch konstanteste Mannschaft, wohingegen der TSV Jona in diesem Jahr nur phasenweise seine Bestform abrufen konnte. Allerdings gelang es dem Team von Trainer Michael Schubiger gerade in den Sätzen zwei und vier des Finals ihre teilweise beste Saisonleistung abzurufen und zeigten dem grossen Joner Fanblock sowie den zahlreichen weiteren Zuschauern das die Mannschaft trotz ihrer grossen Routine auch weiterhin hungrig nach Erfolg ist. Dementsprechend motiviert sind die Jonerinnen in den kommenden Spielzeiten nun als Jägerinnen die nationale Vormachtstellung von den Rheintalerinnen des SVD Diepoldsau zurückzuerobern.

  

Halbfinalerfolg gegen Herausforderer Neuendorf

Leicht favorisiert aber aufgrund des knappen Qualifikationsspiels gewarnt gingen die Jonerinnen in die Partie gegen den letztjährigen Vizemeister FB Neuendorf. Beide Teams agierten anfänglich etwas nervös und hatten zudem mit den windigen Bedingungen zu kämpfen. Gegen Satzende setzte sich jedoch die grössere Erfahrung der Jonerinnen durch und daraus resultierte der 11:9-Satzgewinn. Im zweiten Teilabschnitt sah alles zunächst nach einem weiteren Joner Satzgewinn aus aber unnötig Eigenfehler und eigene Unkonzentriertheiten verhinderten dies und sorgten somit für einen ärgerlichen Satzverlust. Im Stile einer Spitzenmannschaft reagierte der TSV Jona jedoch auf den 1:1-Satzausgleich und dominierte den dritten Satz, welchen man schlussendlich deutlich und relativ ungefährdet mit 11:5 gewinnen konnte. Mit der 2:1-Satzführung im Rücken liessen sich die Jonerinnen des Sieg im Halbfinale nicht mehr nehmen auch wenn es im vierten Abschnitt noch einmal etwas knapper wurde.

  

Diepoldsau beendet in dramatischem Finale Jonas Titelserie auf dem Feld

Bereits im Vorfeld wurde das Aufeinandertreffen zwischen Jona und Diepoldsau als «Traumfinale» bezeichnet und von vielen Seiten sehnlichst erwartet . Beide Teams absolvierten die Spielervorstellung unter dem Jubel ihrer beiden Fanlager und erfüllten die im Vorfeld geweckten Hoffnungen auf ein spannendes Finale von Beginn an, denn die beiden Kontrahenten schenkten sich nichts. Leider ging der Auftaktsatz aus Joner Sicht mit 9:11 verloren obwohl man über weite Strecken in Front gelegen ist aber ärgerliche Eigenfehler sorgten für eine Wende zum eigenen Ungunsten. Im zweiten Satz konnten die Jonerinnen auf der durch den Wind unterstützten Spielfeldseite agieren und nutzten diesen Vorteil auch zum prompten 1:1-Satzausgleich. Danach schien es jedoch so als würde Qualifikationssieger Diepoldsau das Zepter in die Hand nehmen und überrollte die Titelverteidigerinnen gar mit 3:11 im dritten Abschnitt. Auch im vierten Durchgang sah Jona beim Stand von 2:8 bereits wie der sicherer Verlierer aus, ehe eine sensationelle Aufholjagd des TSV Jona begann. Beim Stand von nur noch 7:10 wehrte man erfolgreich drei gegnerische Matchbälle ab und sicherte sich im Gegenzug gleich den ersten Satzball zum umjubelten 12:10, welches gleichbedeutend mit dem neuerlichen Satzausgleich war. Die darauffolgende 10-minütige Pause bekam den Jonerinnen leider nicht gut, denn die eigenen positiven Emotionen vom vorherigen Satz wurden dadurch etwas gedämpft und Diepoldsau im Gegenzug kam wieder mit frischer Energie aufs Spielfeld zurück. Zur Satzhälfte bereits mit 3:6 in Rückstand vermochte es Jona leider nicht noch ein weiteres Mal die Wende am Satzende zu realisieren. Mit einem Servicewinner beendete Diepoldsaus Hauptangreiferin die Partie und verwies den TSV Jona erstmalig seit 8 Jahren auf den zweiten Platz in der Feldmeisterschaft. Zwar reagierten die Jonerinnen etwas enttäuscht das ihre so einmalige Serie nun gerissen ist doch bereits kurz nach Spielende herrschte bei allen Spielerinnen und Betreuern auch eine gewisse Erleichterung denn es lag einiges an Druck auf der Mannschaft. Dieses so schwierige Jahr mit all seinen Tiefs und der Umstand knapp acht Jahre die Rolle des «Dauer-Gejagten» einnehmend mit der Silbermedaille zu beenden ist ein Erfolg.

 

Im Einsatz: Natalie Berchtold (C), Tina Ferrat, Ramona Kropf, Simona Kropf, Jacqueline Merk, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger, Michael Schubiger (Trainer)