2020 damen1 tnZum achten Mal in Folge starteten die Jonerinnen am vergangenen Wochenende zum diesjährigen Europacup in Diepoldsau. Die Veranstaltung war ursprünglich in Jona geplant, musste jedoch aufgrund der ursprünglich in Jona vorgesehenen Weltmeisterschaft ins Rheintal verlegt werden. Aufgrund des coronabedingten Ausfall im vergangenen Jahr setzte sich das Teilnehmerfeld in diesem Jahr aus zehn Teams zusammen, welche in zwei Fünfergruppen um die Qualifikation für die Hoffnungs- bzw. Finalrunde kämpften.

 

Minimalziel erreicht

Fünfmal in den bisherigen Austragungen gelang den Jonerinnen der Sprung in die Halbfinals. Aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle in der bisherigen Saison wurde das Ziel für den diesjährigen Europacup realistischerweise etwas reduziert, war jedoch mit dem Erreichen der Hoffnungsrunde für eine allfällige Halbfinalqualifikation angesichts der schweren Gruppenauslosung immer noch ambitionös angesetzt.

Zum Auftakt der Gruppenphase gelang gegen den Schweizer Vertreter aus Neuendorf ein verdienter Auftaktsieg mit 2:0, ehe es in der zweiten Partie gegen den fünffachen Titelträger Dennach darum ging, aufzuzeigen, dass der TSV Jona im Kreis der ganz grossen immer noch mithalten kann. Und dies gelang eigentlich, wenngleich auch die über weite Strecken sehr ausgeglichene Partie leider zu ungunsten der Jonerinnen ausfiel, die knappen Satzniederlagen mit zweimal 9:11 verdeutlichen dies. In der nächsten Partie gegen den norddeutschen Vertreter aus Kellinghusen ging es bereits um das Erreichen der Hoffnungsrunde, nachdem dieser Gegner seine Auftaktpartie gegen Dennach nach grossem Kampf knapp verlor. Die Jonerinnen waren jedoch gewarnt und zeigten auf allen Positionen eine reife Leistung, welche schliesslich zum verdienten 2:0 führten, womit das gesetzte Minimalziel bereits vor der letzten Partie gegen den österreichischen Meister Nussbach erreicht war. Doch auch in dieser Partie hielt Jona zumindest im zweiten Satz auf Augenhöhe mit, die am Schluss resultierende 2:0 Niederlage änderte jedoch nichts mehr an der Qualifikation für die Hoffnungsrunde vom Sonntagmorgen.

In dieser bekamen es die Jonerinnen mit einem altbekannten und mehrfachen Europa- und Weltpokalsieger zu tun, der Ahlhorner SV. Leider missriet dem TSV Jona der Startsatz mit 5:11 völlig und der Druck lag nun klar auf den Schultern der Spielerinnen vom Zürichsee. Obwohl sie sich in den beiden Folgesätzen deutlich steigern konnten, mussten sie die Überlgenheit und vorallem die grossartige Defensivarbeit der Norddeutschen, die sich schliesslich gar fürs Finale qualifizierten, neidlos anerkennen, womit der Traum von einer erneuten Halbfinalqualifikation ausgeträumt war. In der aus Joner Sicht bedeutungslos gewordenen Partie um Platz 5 ging es für Jona lediglich noch darum, sich gegen Schweizermeister Diepoldsau nicht für die letztjährige Finalniederlage an der Schweizermeisterschaft zu revanchieren, sondern um einige Spielsituationen und Mannschaftsaufstellungen zu testen, um für den Fi-nalevent in vierzehn Tagen in Neuendorf gut gerüstet zu sein.

Trotz «lediglich» zwei Siegen bei vier Niederlagen ziehen die Jonerinnen über das vergan-gene Wochenende eine positive Bilanz, konnte das Team doch erstmals in dieser Saison in Vollbesetzung antreten, wenngleich für das Finalwochenende in Neuendorf schon noch die eine oder andere «Baustelle» zu beheben ist. Dominiert wurde der Europacup von den deutschen Teams, welche alle Medaillenplätze für sich behielten. Sieger wurde Jahn Schneverdin-gen vor Ahlhorn und dem Titelverteidiger Dennach, welcher erstmals seit 5 Jahren nicht zu-oberst auf dem Siegerpodest stand.

 

Schlussrangliste:

1. TV Jahn Schneverdingen (GER)
2. Ahlhorner SV (GER)
3. TSV Dennach (GER)
4. Union Nussbach (AUT)
5. SVD Diepoldsau-Schmitter (SUI)
6. TSV Jona (SUI)
7. FBC ASKÖ Linz AG Urfahr (AUT)
8. ASKÖ Laakirchen (AUT)
9. VfL Kellinghusen (GER)
10. FB Neuendorf (SUI)