1. Runde (Schlieren)

TSV Jona - Audacia Hochdorf 3:0 (12:10/11:3/11:4)
TSV Jona - FB Neuendorf 3:2 (11:7/7:11/12:10/9:11/11:1)


Mit zwei Siegen starten unsere Frauen erfolgreich in die Hallensaison.

 

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Die Vorzeichen für die erfolgsverwöhnten Joner NLA-Faustballerinnen waren nicht gerade optimal, stand dem TSV Jona noch vor Wochenfrist lediglich ein Kader von fünf Spielerinnen zur Verfügung, nachdem Angreiferin Janine Stoob verletzungsbedingt vorerst pausieren muss. Der Zufall wollte es, dass vor 2 Wochen eine Anfrage einer deutschen Faustballerin (Emily Walker) kam, beim TSV Jona während ihres Studienaufenthaltes bis Ende Februar wenigstens das Training mitzumachen. Der Verein packte diese Chance, organisierte in der kurzen Zeit die erforderliche Spielberechtigung, womit für den Saisonstart vom vergangenen Sonntag wenigstens ein Kader von 6 Spielerinnen zur Verfügung stand.

 

Schwieriger Spielbeginn und trotzdem klarer Sieg

Trotz dieser Vorzeichen starteten die Jonerinnen nervös in das erste Saisonspiel gegen den krassen Aussenseiter Hochdorf und lag schnell mit 3:7 in Rückstand. Doch dann ging ein Ruck durch das Team und sie fanden allmählich zu ihrer gewohnten Spielweise und gewannen diesen Satz doch noch mit 12:10. Nun waren die Jonerinnen definitiv im Spiel angekommen und die beiden folgenden Sätze waren mit 11:3 und 11:4 eine klare Sache für den TSV Jona. In dieser Partie feierte die Neo-Jonerin Emily Walker einen erfolgreichen und gelungenen Einstand und gab ein Versprechen für weitere Einsätze in der laufenden Meisterschaft ab.

 

Trotz Wiederstand nerven behalten

Auf deutlich mehr Widerstand stiessen die Jonerinnen erwartungsgemäss in der zweiten Partie gegen Neuendorf. Die Solothurnerinnen verfügen mittlerweile über ein eingespieltes Team und hatten gegenüber dem TSV Jona den Vorteil, auf zwei nominelle Anfreiferinnen zählen zu können, währenddem beim TSV Jona diese Last ausschliesslich auf den Schultern von Celina Traxler lag. Doch auch dieses Handicap hinderte Jona nicht daran, von Spielbeginn weg das Diktat in die Hände zu nehmen und dem Gegner nicht nur Paroli zu bieten, sondern auch mit 2:1 nach Sätzen in Führung zu gehen. Ungenauigkeiten und Stockfehler führen jedoch dazu, dass Neuendorf das Spielgeschehen mit dem Gewinn des vierten Satzes wieder ausglich, womit ein Entscheidungssatz notwendig wurde. In diesem riss Jona das Spielgeschehen sofort an sich und dominierte den Gegner klar. Ausschlaggebend für den schlussendlich deutlichen 11:1 Satz- und Spielgewinn war neben der mannschaftlichen Geschlossenheit auch die konditionelle Stärke der Jonerinnen, währenddem die Solothurnerinnen am Ende ihrer Kräfte waren und nicht mehr im Stande waren, entscheidende Gegenwehr zu leisten.

 

Romano Colombi feiert einen erfolgreichen Einstand als Coach

Mit den gewonnenen vier Punkten haben die Spielerinnen des TSV Jona gleich zu Saisonbeginn ihre Ambitionen auf die Finalqualifikation – das minimale Saisonziel – angedeutet. Erfreulich dabei auch der Einstand von Romani Colombi, der mit seinem Coaching seinen Teil zum erfolgreichen Start in die Saison beitragen konnte. In vierzehn Tagen erhalten sie in der heimischen Halle im Rain nicht nur Gelegenheit, das Punktekonto weiter zu äuffnen, wenn es insbesondere in der Partie gegen Kreuzlingen um einen echten Spitzenkampf geht, nachdem die Thurgauerinnen zum Saisonbeginn überraschend den Titelverteidiger Diepoldsau in die Knie zwangen.

 

Im Einsatz: Tina Baumann, Natalie Berchtold (C), Simona Kropf, Jacqueline Merk, Janine Stoob (verletzt), Celina Traxler, Emely Walker, Romano Colombi (Coach)