2. Runde (Jona)

TSV Jona - Faustball Satus Kreuzlingen 3:2 (5:11/11:7/6:11/11:8/11:7)
TSV Jona - Faustball TV Kirchberg 3:0 (11:2/11:9/11:5)

 

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Auch nach der zweiten Qualifikationsrunde grüssen Jonas Faustballerinnen als ungeschlagener Leader vom Tabellenthron. Sie gewinnen das mit Spannung erwartete Spitzenspiel gegen Kreuzlingen mit 3:2, dies allerdings nach einem völlig missratenen Start und nach zwischenzeitlichem Satzrückstand von 1:2. Mit dem ungefährdeten 3:0 Sieg gegen Aufsteiger Kirchberg sind die Jonerinnen das einzige noch ungeschlagene Team in der Nationalliga A und haben sich damit bereits vorzeitig die Finalqualifikation von Mitte Februar im bernischen Kirchberg gesichert.

 

Trotz Wiederstand nerven behalten

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Angreiferin Janine Stoob konnte das Team für den zweiten Qualifikationsdurchgang erstmals mit der neu formierten Formation antreten. Nebst der kurzfristig neu zum Team gestossenen Austauschstudentin Emely Walker, welche zum Saisonstart vor vierzehn Tagen erstmals im Dress des TSV Jona zum Einsatz kam, feierte Natalia Dominioni im Spitzenspiel gegen Kreuzlingen einen erfolgreichen Einstand für das Frauenteam des TSV Jona. Dabei zeigte die ehemalige argentinische Nationalspielerin, dass sie das Faustballspielen nicht verlernt hat, und trotz dreijähriger Abstinenz von den Faustballfeldern bedingt durch ihre Babypause eine willkommene Ergänzung für das Joner Team ist, und zwar sowohl im sportlichen wie auch menschlichen Bereich.

Trotzdem starteten die Jonerinnen schlecht ins Spitzenspiel gegen Kreuzlingen, welche an der Startrunde etwas überraschend Titelverteidiger Diepoldsau in die Schranken wiesen. Die 5:11 Satzniederlage nach insgesamt sieben Eigenfehlern war denn auch die logische Folge. Nachdem die Eigenfehlerquote im zweiten Satz deutlich reduziert wurde, waren es nun die Jonerinnen, welche das Spielgeschehen beherrschten und mit 11:7 den Satzausgleich erzielten. Doch auch dieses zwischenzeitliche Hoch hielt nicht lange und erneut führten zuviele Eigenfehler, das matchentscheidende in jedem Hallenspiel, zur erneuten Satzniederlage von 6:11, womit Jona mit dem Rücken zur Wand stand. Für den vierten Satz waren die Vorgaben von Trainer Roman Colomi somit klar und die Jonerinnen erzwangen mit dem nächsten Satzgewinn mit 11:8 nicht nur den Satzausgleich, sondern auch den erhofften Entscheidungssatz. Mit einem taktisch klugen Wechsel von Jacqueline Merk auf die Zuspielposition und Teamcaptain Natalie Berchtold auf die Position der zweiten Angreiferin brachte er deutlich mehr Ruhe und Harmonie ins Joner Spiel und dieser Satz wurde bis zum Spielstand von 7:7 auf Augenhöhe ausgetragen. Der Druck der Jonerinnen im konditionellen Bereich war jedoch für die Gegnerinnen zu hoch, welche nun hohes Risiko eingehen mussten, was schliesslich zu den erhofften Eigenfehlern bei den Thurgauerinnen und zum vielumjubelten Joner Sieg führten.

 

Klare Sache gegen Kirchberg

Eine eindeutige Angelegenheit war die zweite Partie gegen Aufsteiger Kirchberg, in welcher Trainer Colombi Angreiferin Celina Traxler nach dem klar gewonnenen Startsatz mit 11:2 eine Pause gönnte und die ehemalige Nationalspielerin Tina Baumann vollständig pausieren liess. Der deutliche Leistungsunterschied erlaubte es ihm sogar, verschiedene Spielpositionen zu testen, womit sich das Spielgeschehen etwas ausgeglichener gestaltete. Trotzdem standen die beiden nächsten Satzgewinne mit 11:9 und 11:5 eigentlich nie in Gefahr.

 

Im Einsatz: Tina Baumann, Natalie Berchtold (C), Simona Kropf, Jacqueline Merk, Janine Stoob (verletzt), Celina Traxler, Emely Walker, Natalia Dominioni, Romano Colombi (Coach)