1. Runde (Diepoldsau)

TSV Jona - STV Walzenhausen 1:3 (11:8/11:3/9:11/12:10)
TSV Jona - SVD Diepoldsau 2:3 (11:8/12:10/6:11/11:13/8:11)


Mit je einem Sieg und einer Niederlage starten die NLA-Faustballer des TSV Jona beim Auswärtsspieltag in Diepoldsau in die neue Saison.

herren1 tnMit etwas Skepsis und einer eher gedämpften Erwartungshaltung ging das männliche Fanionteam des TSV Jona in die diesjährige NLA-Qualifikation, denn zu oft musste man in den vergangenen Saisons zu häufig empfindliche Rückschläge durch Verletzungen oder ausbleibende positive Resultate hinnehmen. Dementsprechend wichtig erachtete man deshalb den Qualifikationsauftakt in Diepoldsau, zumal man gleich auf zwei Halbfinalisten des letzten Jahres traf. Bei guten Bodenverhältnisse, etwas Wind sowie zunehmend einsetzendem Regenschauern wurde der Spielverlauf von der jeweiligen Service-Leistung bestimmt. Gegen Walzenhausen konnten die Joner diesbezüglich die Oberhand behalten und beim 3:1-Erolf den ersten Saisonsieg einfahren. Im anschliessenden Vergleich gegen die Diepoldsauer Gastgeber zog man trotz einer 2:0-Satzführung letztendlich etwas undankbar doch noch eine 2:3-Niederlage ein. Somit nimmt man nach ersten Runde mit ausgeglichenem Punktekonto einen Platz im Mittelfeld der noch wenig aussagekräftigen NLA-Tabelle ein.

 

Starkes Joner Service sichert Sieg über Walzenhausen

In der Auftaktpartie traf der TSV Jona auf die Appenzeller aus Walzenhausen, welche nach der Bronzemedaille im letzten Jahr auch in dieser Saison erneut als heisser Kandidat für das Final Four gelten. Dieser Umstand ist vor allem am Mitwirken des ehemaligen Nationalangreifers Cyrill Schreiber geschuldet, welcher in der neuen Saison jedoch vermehrt offensive Verantwortung an die nachrückenden, jüngeren Angreifer abgeben möchte. Bei noch sonnigen und trockenen Verhältnissen gelang dem TSV Jona ein Start nach Mass. Einen anfänglichen 0:2-Rückstand konnte man schnell zu einem 6:3 drehen und verwaltete diesen Vorsprung bis zum Satzende. Mit der 1:0-Satzführung im Rücken agierte im zweiten Abschnitt vor allem die Defensive überragend und man konnte das gegnerische Service jederzeit entschärfen. Basierend auf dieser guten Abwehrleistung gelang es den St. Gallern die eigene Offensive perfekt in Szene zu setzen und man realisierte einen äusserst überzeigenden 11:3-Satzgewinn. Mit zunehmender Spieldauer setzte jedoch der Regen ein und Walzenhausen konnte sich zunächst schneller auf die neue Situation einstellen. Mit 0:6 in Rückstand liegend reagierte Trainer Christian Schluep mit einem Time-out sowie einem Wechsel in der Hoffnung, den Satzverlauf doch noch kehren zu können. Trotz einer spannenden Aufholjagd zum 9:9 gelang der angestrebte Satzgewinn nicht und man musste mit 9:11 den Satzanschluss seitens Walzenhausens hinnehmen. In der Folge entwickelte sich im vierten Satz ein Service Duell, wobei Yanick Landolt trotz Trainingsrückstand jederzeit für den TSV Jona zu kontern vermochte. Nachdem man trotz einer 9:7-Führung beim Stand vom 9:10 einen gegnerischen Satzball abwehren konnte, gelang den Jonern mit drei Punktgewinnen in Folge doch noch der viel umjubelte 12:10-Satzgewinn zum ersten Saisonsieg.

 

Starke spielerische Leistung bei ärgerliche 2:3-Niederlage

In der letzten Tagespartie zwischen Jona sowie dem heimischen Team des SVD Diepoldsau sind die Rheintaler von allen Experten in der Favoritenrolle gesehen worden. Bei nassen und schnellen Witterungsbedingungen, kamen die Joner jedoch von Beginn an besser in die Partie. Gerade in den ersten beiden Spielabschnitten stand die Defensive des TSV Jona sattelfest und konnte zahlreiche Angriffsschläge von Diepoldsaus Christian Lässer entschärfen. Im Gegenzug fanden Romano Colombi und Yanick Landolt regelmässig Lücken in der gegnerischen Abwehr, wodurch Jona völlig verdient mit 11:8 sowie 12:10 eine eigentlich vorteilhafte 2:0-Satzführung realisieren konnte. Da die Joner in dieser Phase das Spielgeschehen dominierten, sah sich Diepoldsau zu einer taktischen Umstellung veranlasst. Captain Malik Müller übernahm ab sofort die Hauptangriff und Christian Lässer fokussierte sich nur noch auf das Service. Diese Massnahme stellte sich schlussendlich als spielentscheidend heraus, denn zum Einen fand der TSV Jona viel zu selten Mittel um die ungewohnten Angriffsschläge Müllers zu entschärfen und zum Anderen wurde das Service von Lässer mit zunehmendem Spielverlauf immer stärker und druckvoller. Auf Seiten der Joner musste man im Gegenzug eine etwas abnehmende Konzentration und Präzision in allen Mannschaftsteilen registrieren, wodurch das Momentum zu Gunsten Diepoldsaus drehte. Nachdem man den dritten Satz deutlich mit 6:11 dem Konkurrenten zugestehen musste, verpasste man es im vierten Abschnitt die sich bietenden Chancen auf den entscheidenden dritten Satzgewinn zu nutzen. Gerade in der engen und umkämpften Schlussphase unterliefen den Jonern ein paar ärgerliche Eigenfehler zu viel und man musste durch das knapp 11:13 den 2:2-Satzausgleich akzeptieren. Obwohl der TSV Jona im Entscheidungssatz zunächst mit 3:0 in Führung gehen konnte, agierte Diepoldsau nun befreiter und wusste die entscheidenden Punktgewinn zu realisieren. Schnell zogen die Rheintaler zum Stand von 5:8 davon und besassen bei 6:10 die ersten Matchbälle der Partie. Zwar konnten die Joner noch zwei Matchbälle abwehren aber letztendlich setzte sich der Hallenmeister mit 8:11 doch noch durch. Dennoch kann man aus Joner Sicht trotz dieser im Nachhinein ärgerlichen und vielleicht auch etwas unnötigen Niederlage mit der gezeigten spielerischen Leistung zufrieden sein und für den weiteren Saisonverlauf hoffentlich daran anknüpfen.

 

Im Einsatz: Yves Baeriswyl (C), Romano Colombi, Cornelius Jäger, Sebastian Kammer, Max Krebser, Patrick Kuster, Yannick Landolt, Kevin Parkel, Christian Schluep (Trainer)