1. Runde (Wilen)

TSV Jona - FG Rickenbach-Wilen 1:3 (11:7/8:11/7:11/10:12)
TSV Jona - STV Walzenhausen 3:1 (11:8/9:11/11:7/13:11)


Zum NLA-Saisonstart bescherte der unerwartete, erneute Wintereinbruch eine garstige und äusserst schwierige Auftaktrunde im thurgauischen Wilen.

2019 herren1 tnIm Vorfeld der diesjährigen NLA-Qualifikation hatte sich das Team von Trainer Stefan Helbling viel vorgenommen und man zeigte sich zuversichtlich, dass der Saisonauftakt gegen den Ausrichter FG Rickenbach-Wilen sowie das zweite Gastteam, der STV Walzenhausen, erfolgreich bestritten werden könnte. Dieser Zuversicht machte letztendlich auch der plötzliche Wetterumschwung am Wochenende mit dem einhergehenden Temperatursturz sowie Dauerregen einen Strich durch die Rechnung. Über den gesamten Spieltag hinweg gelang es vor allem der Joner Defensive nur in seltenen Phasen die so dringend benötigte gesamthafte Stabilität abzurufen. Die dadurch entstehende Unsicherheit wirkte sich deshalb auch auf die ansonsten sehr gut aufspielende Offensive aus. Die aufgrund von Verletzungen fehlende Möglichkeit zu personelle Rochaden erschwerte die Situation ebenfalls. Zwar versuchte der Jona Coaching-Staff durch zahlreiche taktische Umstellung Herr der Lage zu werden doch vor allem in der Partie gegen Rickenbach-Wilen verfehlte dieses Mittel noch seine erhoffte Wirkung. In der zweiten Tagespartie gelang es dann endlich etwas mehr Kontinuität in den Abwehrverbund zu bekommen und folgerichtig konnte dieser Match dann wie erhofft zu Gunsten des TSV Jona entschieden werden. Mit einem ausgeglichenen Punktesaldo klassifizieren sich die Jona momentan im Tabellenmittelfeld, wobei bereits die erste NLA-Runde für einige überraschende Resultate gesorgt hat und die im Vorfeld prognostizierte Spannung hinter den Meisterschaftsfavoriten untermauert.

Rickenbach-Wilen mit zunehmendem Spielverlauf klar besser
Zum Saisonauftakt wurde man vom Aufsteiger und Gastgeber FG Rickenbach-Wilen empfangen. Die Thurgauer pendeln seit Jahren zwischen den beiden höchsten Spielklassen und wollen dieses Jahr frühzeitig den angestrebten Klassenerhalt realisieren. Dabei können sie seit mehr als über einem Jahr wieder auf die Dienste ihres Angreifers Kevin Müller zurückgreifen, welche seine langwierige Verletzung auskuriert hat. Dementsprechend gewarnt agierte der TSV Jona von Beginn an konzentriert und konnte sich frühzeitig ein gewisses Punktepolster erspielen. Bei den schwierigen Witterungsbedingungen war dies ausreichend um die 1:0-Satzführung ins Trockene zu bringen. Danach kam es jedoch zu einem Bruch im Joner Spiel, denn der zuvor äusserst souverän und effizient agierende Yannick Landolt kam mit seinem Service auf einmal nicht mehr durch und auch das vermehrt eingegangene Risiko zahlte sich nicht aus. Aufgrund der Tatsache, dass auch die Defensive die seit Beginn anherrschende Unsicherheit und Instabilität nicht ablegen konnte, gelang es Rickenbach-Wilen den Spielverlauf mit zwei Satzerfolgen zu drehen. Zwar konnte Jona im abschliessenden vierten Satz die Partie wieder ausgeglichener gestalten doch schlussendlich musste man dem Kontrahenten seinen zweiten Matchball zugestehen. In der Nachbetrachtung erwiesen sich die Thurgauer bei den vorherrschenden Bodenverhältnissen als cleverer, konstanter und fehlerfrei agierender wodurch die 1:3-Satzniederlage aus Sicht des TSV Jona zu akzeptieren ist.

Harter Kampf gegen Walzenhausen schlussendlich belohnt
Den vorherrschenden und verständlichen Frust bestmöglich unterdrückend, mussten sich die Joner direkt im Anschluss der zweiten Gästemannschaft aus Walzenhausen stellen. Es war klar, dass der TSV Jona diese Partie unbedingt gewinnen müsste um zu vermeiden bereits zum Saisonstart in den Abstiegskampf und den damit einhergehenden negativen Druck zu entgehen. Zunächst gelang den Jonern erneut der bessere Start und dies erwies sich bereits als ausreichend um den ersten Satz für sich zu entscheiden. Allerdings fanden die Appenzeller im zweiten Abschnitt vermehrt Lücken in den Joner Reihen und profitierten zusätzlich von 1-2 unnötigen Eigenfehlern Jonas. Den Verlauf der ersten Tagespartie im Hinterkopf appellierte Captain Yves Baeriswyl an seine Mannschaft und diese Worte wurden glücklicherweise erhört. Souverän erspielte man sich im dritten Spielabschnitt eine schnelle Vier-Punkte-Führung, welche man bis zum Schluss nicht mehr abgab. Zunächst sah es auch danach aus das der vierte Satz frühzeitig zu Gunsten des TSV Jona verläuft aber kurz vor Spielende flatterten bei den St. Gallern noch einmal die Nerven. So musste man trotz Matchbällen in die Satzverlängerung und konnte sogar in extremis einen fünften Satz abwenden. Letztendlich konnte ein hart erkämpfter 3:1-Erfolg realisiert werden aber mit Hinblick auf die erste Heimrunde bedarf es im Training noch einiges an Arbeit um das gewünschte spielerische Niveau zu erreichen.

 

Im Einsatz: Yves Baeriswyl (C), Romano Colombi (verletzt), Sebastian Kammer, Max Krebser, Patrick Kuster, Robert Meierhofer, Andreas Merk, Yanick Landolt, Kevin Parkel (verletzt), Stefan Helbling (Trainer), Fabio Kunz (Co-Trainer, abwesend)