8. Runde (Wigoltingen)

TSV Jona - STV Oberentfelden 2:3 (11:8/9:11/13:11/9:11/12:14)
TSV Jona - Faustball Wigoltingen 1:3 (4:11/11:8/6:11/7:11)


Leider misslingt den Joner Herren am vergangenen Wochenende in Wigoltingen mit zwei Niederlagen der erhoffte Exploit zum Abschluss der diesjährigen NLA-Qualifikation.

2019 herren1 tnIm Vorfeld des achten Spieltags blickten die Joner NLA-Faustballer noch hoffnungsvoll auf die bevorstehenden Aufgaben, denn man war zuversichtlich, dass man mit einer geschlossenen und konzentrierten Mannschaftsleistung die beiden Hürden aus Oberentfelden und Wigoltingen bezwingen könne. Zwei Siege gegen diese beiden Teams waren die Voraussetzung für ein mögliches Vorrücken auf die Plätze vier oder fünf in der Tabelle. Leider musste man zum Saisonabschluss auch weiterhin auf Zuspieler Patrick Kuster verletzungesbedingt verzichten, wodurch Trainer Stefan Helbling nicht mehr allzu viele Spieler zur Verfügung standen. Folgerichtig schnürte Co-Trainer Fabio Kunz noch einmal die Schuhe und stand bei Bedarf bereit. Leider entwickelte sich die letzte Qualifikationsrunde ziemlich schnell zu einem Spiegelbild der abgelaufenen Saison, denn sowohl Licht und Schatten wechselten sich beim TSV Jona nahezu von einem Satz zum anderen ab. Auf sehr gute Phasen folgten postwendend katastrophale Aussetzer, welche die ganze Saison hinweg schon ein Problem für ein besseres Abschneiden waren. Schlussendlich musste man sich beiden Konkurrenten zum Teil äusserst knapp geschlagen geben und beendet die Saison somit auf den siebten Schlussrang. Nachdem man frühzeitig in der Saison mit dem drohenden Abstiegskampf nichts mehr zu tun hatte, gelang es leider nicht ganz sich im vorderen Mittelfeld mit Anschluss an die nationale Spitze zu etablieren da hierfür die Konstanz über die gesamte Saison hinweg fehlte und man zudem auch zu stark mit dem Verletzungspech zu kämpfen hatte.

Zwei Matchbälle kläglich vergeben
Anders als im Hinspiel fand diese Begegnung gegen den STV Oberentfelden dieses Mal bei trockenen Bodenbedingungen statt, weshalb sich im Duell der beiden Gastteams zahlreiche längere Ballwechsel mit schönen Abwehraktionen auf beiden Seiten entwickelten. Anfänglich stand der TSV Jona äusserst kompakt in der Defensive und konnte dadurch das Spielgeschehen im ersten Satz kontrollieren. Verdientermassen konnte mit dem 11:8-Satzresultat der erstmalige Satzführung realisiert werden. Im zweiten Abschnitt kamen die Joner aus unerklärlichen Gründen ein wenig von ihrer vorher so kontrollierten und abgeklärten Spielweise ab und versuchten es zu häufig mit der Brechstange. Dies resultierte in zahlreichen vermeidbaren Eigenfehlern und der STV Oberentfelden nahm das Geschenk zum Satzausgleich dankend an. Auf den Satzausgleich folgte ein umkämpfter dritter Teilabschnitt indem beide Teams auf Augenhöhe agierten. Beide Coaching-Teams versuchten mit Umstellungen auf der Zweitangreiferposition ihren beiden Mannschaften jeweils neue, positive Impulse zu setzen. Dies gelang den Jonern etwas besser, weshalb man schlussendlich das etwas glücklichere Satzende für sich beanspruchen konnte. Der vierte Satz war nahezu ein umgekehrtes Spiegelbild des Vorherigen da die Aargauer Oberentfelden dieses Mal das bessere Ende für sich hatten. Nach dem knappen 9:11-Satzverlust und dem daraus resultierenden 2:2-Satzausgleich musste also nun der Entscheidungssatz über den Ausgang der Partie entscheiden. Die Joner Herren gerieten im fünften Satz leicht in Rücklage und mussten kurz nach dem Seitenwechsel einen Rückstand von 5:8 kompensieren. Dies gelang im Rahmen einer sensationelle Aufholjagd, welche über 7:10 gar in zwei eigenen Matchbällen endete. Unglücklicherweise blieben die sich bietenden Chancen ungenutzt und unnötige Eigenfehler sorgten letztendlich für eine äusserst bittere Fünf-Satz-Niederlage.

Cleveres Wigoltingen bezwingt Jona erneut
Nach nur einer kurzen Verschnaufpause trafen die Joner auf den gastgebenden Titelverteidiger STV Wigoltingen, welche in der ersten Tagespartie Oberentfelden 3:1 niederringen konnten. Da die letzte Qualifikationsrunde erst um 17:00 Uhr angepfiffen wurde und die beiden ersten Tagespartien zusammen knappe 3 Stunden dauerten, konnte die letzte Partie erst gegen 20:00 Uhr angepfiffen werden und musste aufgrund von Dunkelheit unter Flutlicht ausgetragen werden. Mit dem wieder genesenen Ueli Rebsamen im Angriff dominierte Wigoltingen den ersten Spielabschnitt nahezu nach Belieben. Der TSV Jona brauchte den ganzen Satz um sich an das eingeschaltete Flutlicht sowie die clevere und effiziente Spielweise Rebsamens anzupassen. Mit der Hypothek eines 0:1-Satzrückstands versuchte man im zweiten Abschnitt taktisch cleverer zu agieren und nahm Rebsamen mit dem Service aus dem Spiel. Diese Massnahme erwies sich als erfolgreich, denn Wigoltingens Zweitangriff liess die nötige Durchschlagskraft vermissen und ein verdienter 1:1-Satzausgleich war die logische Konsequenz. In den Sätzen drei und vier folgte der TSV Jona unerklärlicherweise nicht mehr dem zuvor so erfolgreichen Pfad und versuchte vermehrt wieder direkt zu Punktgewinnen zu gelangen. Wigoltingens erfahrene und erstklassige Defensive erwies sich jedoch als bestens auf die scharfen Grundlinienschlage eingestellt und setzte im Gegenzug seine beiden Angreifer perfekt in Szene. Folgerichtig blieb den Jonern nur die Möglichkeit zu reagieren und dies ist auf Dauer fatal gegen so abgeklärte Mannschaften wie Wigoltingen. Konsequenterweise musste man sich auch im letzten Saisonspiel mit 1:3-Sätzen geschlagen geben.

 

Im Einsatz: Yves Baeriswyl (C), Romano Colombi (verletzt), Sebastian Kammer, Max Krebser, Patrick Kuster (verletzt), Robert Meierhofer (verletzt), Yanick Landolt, Kevin Parkel, Stefan Helbling (Trainer), Fabio Kunz (Co-Trainer)