3. Runde (Winterthur)

TSV Jona - STV Wigoltingen 2 3:2 (11:8/11:4/2:11/6:11/11:8)
TSV Jona - STV Schlieren 3:2 (12:14/11:9/11:13/12:10/11:3)


Mit zwei hart erkämpften Fünf-Satz-Erfolgen verabschiedet sich das Joner Herren-Fanionteam ungeschlagen in die Winterpause der Nationalliga B Ost.

2019 herren1 tnNachdem man an den ersten beiden Runden mit vier Siegen optimal in die neue Saison gestartet ist wollte der TSV Jona dieses positive Momentum an der dritten NLB-Runde unbedingt wahren und bestätigen. Bei diesem Unterfangen müssen die Joner jedoch auf die Dienste von Abwehrspieler Kevin Parkel verzichten der die nächsten Monate im Ausland weilt. Dennoch reiste man selbstbewusst nach Winterthur und war gewillt beide Partien gegen Verfolger STV Wigoltingen 2 und die Zürcher aus Schlieren zu gewinnen. Dieses Unterfangen könnte schlussendlich in Extremis auch in die Tat umgesetzt werden, wobei Jona bei beiden Erfolgen über die maximale Distanz von fünf Sätzen gehen musste. Trainer Stefan Helbling fasste den Spieltag anschliessend damit zusammen das die Leistung nicht optimal gewesen sei aber letztendlich die Punkte zählen und eigentlich solche umkämpften Siege doch irgendwie auch die schönsten seien. Am Sonntag hatte der TSV Jona im Rahmen der vierten Runde Spielerei, weshalb man mit den beiden Erfolgen als einzige ungeschlagene Mannschaft die Tabellenführung verteidigen konnte. Nun gilt es nach der Weihnachtspause im Januar entsprechend fit und fokussiert zu sein um auch die letzten beiden Runden erfolgreich bestreiten zu können. 

Partie nach anfänglicher Dominanz  fast noch aus der Hand gegeben
In der ersten Tagespartie kam es zum viel erwarteten Duell der beiden noch ungeschlagenen Teams aus Wigoltingen und Jona. Für die Joner war das Duell gegen den STV Wigoltingen 2 auch gleichzeitig die letzte Partie der diesjährigen NLB-Hinrunde. Anfänglich agierte Jona äusserst konzentriert und wusste das gegnerische Angriffspiel nahezu gänzlich zu neutralisieren und im Gegenzug punktete die eigene Offensive konsequent. Folgerichtig konnte der TSV Jona die ersten beiden Abschnitte für sich entscheiden und sicherte sich eine scheinbar beruhigende 2:0-Satzführung. Doch irgendwie scheint dieser Unstand die Mannschaft plötzlich gänzlich zu lähmen denn ohne erklärbaren Grund brach die eigene Leistung in den Sätzen drei und vier komplett ein. Zahlreiche Unkonzentriertheiten und unerklärliche Eigenfehlerserien machten es Wigoltingen einfach die Sätze deutlich zu gewinnen und zum 2:2-Satzausgleich zu kommen. In der anschliessenden Satzpause gelang es den Jonern allerdings irgendwie ihre Ruhe und Konzentration erneut zu finden und schlussendlich sicherten sich die St. Galler mit dem Gewinnd es fünften Satzes doch noch den Sieg im Spitzenkampf. 

Zittersieg gegen stark aufspielendes Schlieren
An diesem dritten Spieltag begann für den TSV Jona auch breites die Rückrunde mit der Partie gegen den STV Schlieren. Obwohl man das Hinspiel relativ ungefährdet für sich entscheiden konnte, waren die Joner im Vorfeld gewarnt denn Aufsteiger Schlieren weiss vor allem am Service und im Leinenspiel zu überzeugen. Dies stellten die Zürcher im Rückspiel auch eindrücklich unter Beweis denn über die gesamte Partie hinweg verlief der Spielverlauf äussert ausgeglichen. Vor allem das eigene Service bereitete den Jonern einige Problem denn neben mangelndem Druck bzw. Präzision unterliefen auch eindeutig zu viele Eigenfehler, welche dazu führten das Schlieren regelmässig von Fehlerserien Jonas profitieren konnte. Zusätzlich nahm Schlieren Jonas Hauptangreifer Yanick Landolt mit konsequentem taktischen Service nahezu vollständig aus dem Spiel und im Gegenzug erwischte Zweitangreifer Max Krebser leider nicht seinen besten Tag. Nach zwei knapp in der Verlängerung verlorenen Sätzen und mit einem 1:2-Satzrückstand konfrontiert, reagierte Trainer Stefan Helbling und wechselte Romano Colombi für Krebser ein. Die Idee war das mit Colombi etwas mehr defensive Stabilität und Flexibilität auf der Position des Zweitangreifers in die Partie bringt. Nach einer anfanglichen Findungsphase erfüllte der Combacker diese Aufgabe erfolgreich. Ein knapper und umkämpfter 12:10-Satzgewinn brachte den wichtigen Satzausgleich und somit musste erneut der fünfte Satz über den Verlauf der Partie entscheiden. Nun schienen der TSV Jona erstmals in diesem Match gänzlich fokussiert und konzentriert denn diesen abschliessenden Teilabschnitt dominierten die St. Galler nun nahezu nach belieben. Dank des 11:3-Satzgewinns wahren die Joner ihre Ungeschlagenheit und überwintern auf dem ersten Tabellenrang.

 

Im Einsatz: Romano Colombi, Sebastian Kammer, Max Krebser, Patrick Kuster (C), Yanick Landolt, Andreas Merk, Kevin Parkel (Ausland), Stefan Helbling (Trainer), Fabio Kunz (Co-Trainer, abwesend)