5. Runde (Jona)

TSV Jona - TV Oberwinterthur 3:1 (12:10/11:5/11:13/11:6)
TSV Jona - STV Wigoltingen 2 3:1 (7:11/11:5/11:4/11:9)

 

6. Runde (Müllheim)

TSV Jona - FG Elgg-Ettenhausen 2 3:1 (11:7/8:11/11:9/11:7)
TSV Jona - SVD Diepoldsau 2 1:3 (9:11/8:11/11:9/7:11)


Trotz einer abschliessenden Niederlage im letzten Spiel beenden die Joner NLB-Faustballer die diesjährige Qualifikation souverän auf dem ersten Tabellenplatz und kämpfen nun um den Aufstieg in die Nationalliga A.

2019 herren1 tnDie Ausgangslage nach der langen Winterpause war für das Team von Trainer Stefan Helbling und Co-Trainer Fabio Kunz klar, denn nur mit mindestens zwei Siegen aus den verbleibenden vier Partien würden die Aufstiegsspiele in die Nationalliga A erreicht werden. Obwohl man an diesem Wochenende auf die Unterstützung von Kevin Parkel und Romano Colombi verzichten musste, gingen die restlichen fünf Spieler insbesondere den Spieltag am Samstag äusserst konzentriert an. In Winterthur konnten sowohl der TV Oberwinterthur als auch der STV Wigoltingen 2 jeweils mit 3:1 bezwungen werden. Aufgrund dieser Resultate stand der TSV Jona zwar bereits vorzeitig als Qualifikationssieger der NLB Ost fest, aber dennoch wollten die Joner auch die letzten Runde in Müllheim erfolgreich bestreiten. Am Sonntag musste man jedoch kurzerhand auf Hauptangreifer Yanick Landolt verzichten und Co-Trainer Fabio Kunz bestritt, etwas improvisiert, sein Comeback als Angreifer. Obwohl das Team diese ungewohnte Situation im ersten Spiel gegen die FG Elgg-Ettenhausen 2 noch meistern konnte, musste man sich im letzten Qualifikationsspiel dem stark aufspielenden SVD Diepoldsau 2 doch noch geschlagen geben. Diese Niederlage hatte jedoch keine Auswirkungen auf die Joner Tabellenführung und somit qualifiziert sich der TSV Jona für die NLA-Aufstiegsspiele, welche am kommenden Samstag 25. Januar in der Sporthalle Rain (Jona) stattfinden werden. Dort kämpfen jeweils die zwei besten Teams aus der NLB Ost und der Holcim NLB West um den Meistertitel in der Nationalliga B, welcher auch gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die höchste Schweizer Spielklasse ist. 


Grössenteils souveräne Leistung führt zum Qualifikationssieg

In den altehrwürdigen Winterthurer Eulachhallen fand die fünfte und somit vorletzten NLB-Runde statt. Die besonderen Gegebenheiten dieser Spielstätte führten dazu, dass alle Teams aufgrund des weiten Auslaufs nahezu komplett auf Hallen-spezifische Aktionen wie z.B. das Blockspiel verzichteten und stattdessen eher einen am Feld-Faustball orientierten Spielgedanken pflegten. Gerade in der Partie gegen den TV Oberwinterthur offenbarte sich, dass es in solchen Situationen äusserst fatal ist, zu viele Eigenfehler zu produzieren. Prinzipiell hatten die Joner das Spielgeschehen im Griff doch unerklärliche Eigenfehler liessen die Zürcher gerade in den Sätzen eins und drei immer wieder herankommen. Könnte man im Auftaktsatz diese Ausrutscher noch gerade so kompensieren, gelang dies im dritten Spielanschnitt nicht mehr. Da man jedoch die Abschnitte zwei und vier jeweils souverän gewinnen konnte, änderte der Satzverlust nichts am verdienten Joner Erfolg. Nach einer langen Pause kam es nun zum Spitzenkampf gegen den STV Wigoltingen 2, welcher bis dahin nur das Hinspiel gegen Jona knapp in fünf Sätzen verloren geben musste. Die lange Pause tat dem Spiel der Joner erkennbar nicht gut denn mit zahlreichen Unkonzentriertheiten erlaubte man Wigoltingen relativ einfach, den ersten Satz für sich zu entscheiden. Dieser Satzverlust rüttelte die Mannschaft im Captain Patrick Kuster jedoch wieder wach und der TSV Jona dominierte von nun an die Partie. Souverän könnten die Sätze zwei und drei gewonnen werden und bis zum Stand von 7:2 für Jona deutet auch im vierten Teilabschnitt alles auf einen Sieg der St. Galler hin. Nun schlich sich jedoch wieder der unnötige Schlendrian ins Joner Spiel und man erlaubte Wigoltingen mit sechs Punktgewinnen in Folge diesem schon eigentlich entschiedenen Satz zum 7:8 zu drehen. Nach einem Time-Out von Coach Fabio Kunz besann sich das Team jedoch wieder auf seine Stärken und schaffte es den aufflammenden Kampfgeist der Thrugauer noch einmal zu bändigen und den Satz doch noch in trockene Tücher zu bringen.

Einzige Saisonniederlage dem dezimierten Kader geschuldet
Nachdem man am Vortag bereits den ersten Tabellenplatz rein rechnerisch sichern konnte, wollten die Joner bei der sonntäglichen Runde in Müllheim nun ihre Ungeschlagenheit waren. Die Hiobsbotschaft überkam die Mannschaft jedoch während dem Einspielen vor der ersten Tagespartie, denn Hauptangreifer Yanic Landolt klagte über Schmerzen im Ellenbogen und verzichtet deshalb auf einen Einsatz an dieser Runde. Glücklicherweise hatte man beim TSV Jona mit Hinblick auf die Aufstiegsspiele bereits Abwehrspieler Philipp Meierhofer aus der zweiten Mannschaft mitgenommen sodass man trotz diesem Ausfall über zumindest fünf einsatzfähige Spieler verfügte. Da die alleinige Angriffslast sowie das Blockspiel nun einzig auf den Schultern von Max Krebser ruhte, streifte sich Trainer Fabio Kunz trotz Trainingsrückstands wieder das Trikot über und kam so zu einem unverhofften Comeback. Im Spiel gegen Elgg-Ettenhausen konnte sich die Mannschaft schnell auf die neue Situation einstellen und es gelang Jona trotz ungewohnter Aufstellung die Partie für sich zu entscheiden. Zwar waren fast alle Sätze beim 3:1-Erfolg umkämpft, aber insgesamt zeigte der TSV Jona Spielfreude und phasenweise enormen Spielwitz. Wie schon bereits am Vortag stand nun eine lange Spielpause auf dem Programm, denn ihre letzten NLB-Qualifikationspartie sollten die Joner Faustballer erst im vierten Durchgang bestreiten. Mit Hinblick auf die bevorstehenden Aufstiegsspiele wollte man gegen den SVD Diepoldsau 2 einige neue Aufstellungsvarianten probieren, doch dies gelang nur teilweise. Bedingt durch den Umstand das Diepoldsaus Hauptangreifer gänzlich ohne Druck befreit aufspielen konnte, tat sich der TSV Jona schwer. Gerade in der Abwehr schien man vor allem in den ersten beiden Sätzen nahezu chancenlos gegen die wuchtigen und gut platzierten Angriffsschläge. Nach diesen beiden knappen Satzverlusten, welche zu einem 0:2-Satzrückstand führten, stellten die Joner ihre Spielweise etwas um und wurden auch prompt mit dem 11:9-Satzgewinn belohnt. Leider verhinderten unnötige Eigenfehlerserien im vierten Teilabschnitt den eigentlich möglichen Satzausgleich und folgerichtig musste Jona im letzten Qualifikationsspiel die erste Saisonniederlage hinnehmen.

 

Im Einsatz: Romano Colombi (abwesend), Sebastian Kammer, Max Krebser, Patrick Kuster (C), Yanick Landolt, Andreas Merk, Kevin Parkel (abwesend), Philipp Meierhofer, Stefan Helbling (Trainer, abwesend), Fabio Kunz (Co-Trainer)