NLA-Aufstiegsspiele (Jona)

TSV Jona - STV Staffelbach 3:0 (11:4/11:3/11:5)
TSV Jona - STV Wigoltingen 2 3:1 (11:8/11:9/8:11/11:9)
TSV Jona - FB Neuendorf 3:2 (14:15/9:11/11:9/11:4/11:4)


Mit drei Siegen an den Aufstiegsspielen sichert sich der TSV Jona vor heimischem Publikum neben dem NLB-Meistertitel auch gleichzeitige die Rückkehr in die Nationalliga A.

2019 herren1 tnIn der heimischen Sporthalle Rain kämpften am vergangenen Samstag die jeweils zwei besten Teams der NLB Ost und der Holcim NLB West um den heiss begehrten ersten Rang und dabei spielte das Heimteam des TSV Jona besonders gross auf. Unbeeindruckt von den personellen Engpässen im Vorfeld agierte die von Trainer Stefan Helbing ins Rennen geschickte Mannschaft an diesem Tag äusserst überzeugend und ließ von Beginn an keine Zweifel betreffend dem angestrebten Wiederaufstieg aufkommen. Die Kombination aus einem routinierten Abwehrverbund, welcher durch das temporäre Nationalliga-Comeback von Ex-Nationalspieler Marco Baumann komplettiert wurde, und einem knapp 10 Jahre jüngeren, druckvoll agierendem Angriffsduo erwies sich als perfektes Erfolgskonzept für dieses Unterfangen. Wie bereits im Vorfeld vermutet untermauerten alle vier teilnehmenden Mannschaften mit ihren Leistungen ihre berechtigten Aufstiegsambitionen, weshalb es aus Joner Sicht umso erfreulicher ist das die eigene Mannschaft alle drei Partien schlussendlich zu ihren Gunsten entscheiden konnte. Dank diesem Aufstieg spielen die Männer der TSV Jona nach dem bitteren Abstieg in der Saison 2016/17 im kommenden Jahr nun endlich auch in der Halle wieder in der höchsten Schweizer Spielklasse. Dieser Aufstieg ist auch wichtig für die weiteren Herren-Mannschaften, denn nun kann die 2. Mannschaft nach ihrem 1. Liga-Titelgewinn ebenfalls versuchen in die NLB zurückzukehren, da man 2017 durch den Abstieg des Fanionteams einen Zwangsabstieg hinnehmen musste.


Beste Saisonleistung zum Auftakt

In der Nachbetrachtung sollte gleich die Auftaktpartie gegen ein furios aufspielendes Staffelbach der Knackpunkt dieser Aufstiegsspiele werden. Die Joner Hausherren gingen topmotiviert in die Partie und agierten äusserst konzentriert da man sich der Stärke und der damit einhergehenden Gefährlichkeit des Gegner bewusst war. Der TSV Jona zeigte in allen drei Sätzen seine wahrscheinlich beste Saisonleistung und spielte von Anfang bis Ende über alle Mannschaftsteile hinweg wie aus einem Guss. Eine grundsolide Defensive ermöglichte einen sehr guten Spielaufbau, welcher von der eigenen Offensive konsequent zum Punktgewinn genutzt wurde. Gegen diese Joner Dominanz wusste Staffelbach nicht viel auszurichten und folgerichtig deutlich konnten die Gastgeber die Partie in drei Sätzen gewinnen. Auch die äusserst klaren Satzresultate sollten sich schlussendlich als hilfreich erweisen.

Erneut umkämpfte Partie im NLB Ost Duell
Wie im Vorfeld erwartet entwickelte sich das dritte Aufeinandertreffen mit dem STV Wigoltingen 2 erneut zu einer engen und umstrittenen Angelegenheit. Die Thurgauer hatten nach ihrer knappen Auftaktniederlage gegen Neuendorf nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg aber kämpften dennoch motiviert um jeden Ball. In den ersten beiden Sätzen gelang es dem Heimteam jeweils gegen Satzende einen knappen Vorsprung herauszuspielen und sich somit die wichtige 2:0-Satzfügrung zu sichern. Allerdings liess man auf Seiten der Joner im dritten Abschnitt ein wenig die notwendige Konsequenz vermissen und die dadurch vermehrt aufkommenden Eigenfehler resultieren im 8:11-Satzverlust. Wachgerüttelt von diesem Warnschuss gelang es dem Team im vierten Teilabschnitt jedoch noch einmal den Schalter umzulegen und obwohl Wigoltingen weiterhin stark agierte, gelang den St. Gallern der so wichtige letzte Satzgewinn zum 3:1-Erfolg.

Partie nach 0:2-Satzrückstand erfolgreich gedreht
Aufgrund Tatsache, dass Neuendorf etwas überraschend klar in drei Sätzen gegen Staffelbach verloren hatte und auch die weiteren Resultate zugunsten der Joner ausfielen war bereits vor der letzten Tagespartie das Aufstiegsszenario klar. Die Joner benötigten mindestens einen Satzgewinn um die Rückkehr in die NLA zu realisieren wohingegen Neuendorf den Aufstieg nur schaffen konnte wenn man den TSV Jona klar in drei Sätzen und einer möglichst hohen Balldifferenz besiegen würde. Mit diesem Wissen im Hinterkopf spielte Joner im ersten Satz frei auf und dominierte den Spielverlauf bis zum 10:7. Leider wirkte Jona nun plötzlich gehemmt und verpasste es trotz zahlreicher Möglichkeiten den Sack zuzumachen. In dramatischer Art und Weise ging der erste Satz doch noch mit ‪14:15‬ verloren und auch im zweiten Abschnitt musste sich das Heimteam knapp mi ‪9:11‬ geschlagen geben. Glücklicherweise wussten die Mathematiker im Verein zu diesem Zeitpunkt bereits das der Aufstieg dennoch bereits gesichert war, denn selbst wenn Neuendorf den dritten Satz mit 11:0 gewonnen hätte, wären die Solothurner hinter Jona klassifiziert gewesen. Allerdings waren die Joner gewillt den Aufstieg aus eigener Kraft zu realisieren und erkämpften sich den knappen aber auch verdienten 1:2-Satzanschluss, welcher natürlich viel umjubelt wurde. Die Moral und Einstellung der Mannschaft zeigte sich jedoch im Anschluss denn man wollte den Aufstieg vor den heimischen Fans auch mit einem abschliessenden Sieg schmücken und dies setzen man auch um. Mit zweimal 11:4 überrollten die nun befreit aufspielenden Joner ihren Gegner in den Sätzen vier und fünf und sicherten sich somit auch den 3:2-Erfolg im letzten Spiel.

 

Im Einsatz: Romano Colombi (abwesend), Marco Baumann (3. Mannschaft), Sebastian Kammer (C), Max Krebser, Philipp Krebser (2. Mannschaft), Patrick Kuster (abwesend), Yanick Landolt, Andreas Merk, Michael Merk (2. Mannschaft), Kevin Parkel (abwesend), Stefan Helbling (Trainer), Fabio Kunz (Co-Trainer, abwesend)