2. Runde (Diepoldsau)

TSV Jona - STV Wigoltingen 1:3 (11:9/7:11/12:14/6:11)
TSV Jona - SVD Diepoldsau 3:1 (8:11/12:10/11:9/11:9)


Am zweiten NLA-Spieltag kehren die Joner Faustballer mit einer ärgerlichen Niederlage gegen Konkurrent Wigoltingen sowie einem unerwarteten Überraschungserfolg gegen Meister Diepoldsau aus dem St. Galler Rheintal zurück.

herren1 tnNach dem spielerisch gelungenen Saisonstart in Widnau mussten die Faustballer des TSV Jona auch an diesem Wochenende ins St. Galler Rheintal reisen um dieses Mal im Nachbarort Diepoldsau um die nächsten Punkte zu kämpfen. Obwohl man in der Vorbereitung nahezu die gleichen Schwerpunkte und Routinen an den Tag legte wie vor dem Saisonauftakt zeigte sich das Team bereits im morgendlichen Training etwas weniger fokussiert als die Woche zuvor. Obwohl Trainer Stefan Helbling im Vorfeld noch eingehend davor warnte auf keinen Fall die Zügel schleifen zu lassen und forderte auch am zweiten Spieltag wieder vollem Fokus und Willen zu agieren, konnte dies die Mannschaft leider erst in der zweiten Tagespartie umsetzen. Im so wichtigen Mittelfeldduell gegen den STV Wigoltingen fanden die Joner nie so richtig in die Partie und konnten folgerichtig nicht ihre beste Leistung abrufen weshalb man verdientermassen eine unnötige und auch ärgerliche 1:3-Niederlage hinnehme musste. Allerdings reagierte die sichtlich frustrierte Mannschaft im Anschluss hervorragend und konnte den Match gegen Titelverteidiger SVD Diepoldsau aufgrund einer markanten Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen etwas überraschend aber dennoch verdientermassen mit 3:1 für sich entscheiden. Dank diesem erneuten Punktgewinn platziert sich der TSV Jona zur Halbzeit der diesjährigen NLA-Qualifikation auf dem fünften Tabellenrang, knapp hinter der Spitzengruppe und hat weiterhin berichtigte Chancen und Hoffnungen zur Teilnahme am Final-Event. Nun gilt es über die Sommerpause hinweg fit zu bleiben und an den erkannten Mängeln zu arbeiten damit man bei der nächsten Runde, welche am 22. August im heimischen Grünfeld stattfinden wird, die noch fehlenden Siege realisieren kann um im September um die Medaillen kämpfen zu können.

 

Von Unkonzentriertheiten geprägte Partie gegen Wigoltingen  

Im Gästeduell traf der TSV Jona auf den aktuelle Schweizer Pokalsieger STV Wigoltingen und trotz eines personellen Umbruchs durften die Thurgauer im Vorfeld auf keinen Fall unterschätzt werden. Im Auftaktsatz unterlief dem TSV Jona ein klassischer Fehlstart und man geriet schnell mit 1:4 in Hintertreffen. Erst beim Stand von 8:8 konnte man erstmalig ausgleichen und im Anschluss sogar mit 10:8 in Führung gehen, wobei Joan den zweiten Satzball nutzen konnte und somit nach verkrampften Start doch noch die eigentlich so wichtige Satzführung realisierte. Allerdings stabilisierte sich die Joner Spielweise dadurch nicht wirklich und auch im zweiten Teilabschnitt geriet man schnell mit 1:4 in Rückstand. Dieses Mal gelang es den St. Gallern vom oberen Zürichsee nicht auszugleichen und über 4:8 musste man dem Gegner mit 7:11 den Satzausgleich zugestehen. Nach einer markanten Ansprache von Coach Helbling beim Seitenwechsel schien sich der TSV Jona im dritten Satz endlich ein wenig zu fangen und man agierte konzentrierter. Über 5:2 konnte man auf 9:5 davonziehen und sah bereits wie der sichere Sieger in diesem Satz aus. Leider verpasste Jona es in dieser Phase die sich bietenden Chancen zu nutzen und zusätzlich agiert der ansonsten diese Saison so starke Offensive ungewohnt fehlerhaft und unsicher. Die kompakt und clever agierenden Wigoltinger wusste das für sich zu nutzen und wehrten bei 10:7 mehrere Joner Satzbälle erfolgreich ab. Im Gegenzug versagten bei Jona die Nerven und man verlor diese Teilabschnitt doch noch mit 12:14. Mit diesem bitteren Satzverlust schien die Moral der Joner Spieler gebrochen zu sein denn nur äusserst kurz stemmte man sich gegen die drohende Niederlage, denn auch weiterhin streute man zu viele Eigenfehler und Unkonzentriertheiten ein und dadurch machte man dem Thurgauern auf der anderen Spielfeldhälfte das Leben einfach, weshalb man mit 6:11 folgerichtig den Satz und auch die Partie verloren geben musste.

  

180 Grad Wende im Spiel gegen favorisiertes Diepoldsau

Nach eine 15minütigen Pause mussten die sichtlich frustrierten Joner bereits gegen das hoch favorisierte Heimteam aus Diepoldsau antreten Den letzten psychologischen Strohhalm ziehend wechselten die Joner von ihrem roten Auswärtstrikot auf das blaue Heimtenu um gänzlich mit der Partie zuvor abzuschliessen. Diese Massnahme erwies sich zunächst als wirkungslos denn erneut geriet man schnell mit 0:4 in Rückstand aber anschliessend fand Jona immer besser in die Partie und konnte bei 6:5 gar in Führung gehen. Allerdings erwies sich Diepoldsau in dieser Phase des Spiels als cleverer und sicherte sich beim 8:11 die Satzführung. Dennoch schien der TSV Jona endlich aus seiner Lethargie erwacht zu sein und man bot den Rheintalern nun einen offenen Schlagabtausch. Mit der Sonne im Rücken hielten die Joner nun mit dem Meister mit, konnten sich beim Stand von 10:9 einen Satzball erkämpfen und die zweite sich bietende Chance wurde letztendlich zum wichtigen 12:10-Satzausgleich genutzt. Im dritten Spielabschnitt hatten die Jona mit der tiefstehenden Abendsonne fast mehr zu kämpfen als mit dem Gegner. Nach optimalem Start und einer 7:4-Führung wurde es gegen Satzende jedoch noch einmal äusserst spannend. Der SVD Diepoldsau konnte zum 9:9 ausgleichen ehe zwei lange und umkämpfte Ballwechsel schlussendlich zugunsten des TSV Jona verliefen und man somit mit 2:1-Sätze in Front lag. Allen Beteiligten war klar, dass dieses Break auf den stark benachteiligten Spielfeldseite nun unbedingt bestätigt werden musste wenn man die unerwartete Überraschung schaffen wollte. In einem wahren Service-Duell behielt Jonas Yanick Landolt die Nerven wohingegen Diepoldsaus, bis dahin ebenfalls starker, Christian Lässer 1 bis 2 Fehler unterliefen. Beide Teams kämpften um jeden Ball und boten den zahlreichen Zuschauern eine dramatische Partie, wobei am Schluss der TSV Jona die vielleicht etwas bessere oder auch nur etwas glücklichere Mannschaft war und Dank des abschliessenden 11:9 den überraschenden 3:1-Erfolg realisieren konnte.

 

Im Einsatz: Sebastian Kammer, Max Krebser, Patrick Kuster (C), Yanick Landolt, Andreas Merk, Kevin Parkel, Stefan Helbling (Trainer)