3. Runde (Jona)

TSV Jona - STV Walzenhausen 3:2 (13:11/11:8/7:11/2:11/11:9)
TSV Jona - FG Elgg-Ettenhausen 3:0 (11:6/11:7/11:5)


Im Joner Grünfeld konnten die Faustballer des TSV Jona im Rahmen der dritten NLA-Runde mit zwei zum Teil hart erkämpften Siegen bereits eine Runde for Qualifikationsschluss die frühzeitige Teilnahme am Final-Event realisieren.

herren1 tnNach der längeren Sommerpause empfingen die auf dem fünften Tabellenrang platzierten Joner auf der heimischen Sportanlage Grünfeld die beiden noch punktlosen Tabellenschlusslichter STV Walzenhausen und FG Elgg-Ettenhausen. Bereits im Vorfeld war man sich auf Seiten der St. Galler vom oberen Zürichsee bewusst, dass die klar scheinende Favoritenrolle mehr als trügerisch ist, denn beide Gästeteams haben den Jonern in der Vergangenheit schon des öfteren empfindliche Niederlagen zufügen können. Gerade der erste Match gegen die Appenzeller aus Walzenhausen wurde zu einem wahren Kraftakt für den TSV Jona, welcher jedoch sehr zur Freude der zahlreichen Supporter gewonnen werden konnte. Bei hochsommerlichen, schwülen Temperaturen boten beide Teams spannenden und sehenswerten Faustball mit der gewissen Prise Spanung und Dramatik. Etwas einfacher hatten es die Gastgeber glücklicherweise in ihrer zweiten Partie gegen Elgg-Ettenhausen, denn die Zürcher verfügten nach dem zuvor gewonnen Abstiegs-Duell der beiden Gästeteams nicht mehr über ausreichend Kraftreserven um Jona ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Dank dieser zwei Tageserfolge schieben sich die Joner nach drei gespielten Qualifikationsrunden auf den dritten Tabellenrang und haben nun beste Chancen sich eine möglichst optimale Ausgangsposition für das Final-Event zu schaffen. Diese steht allerdings erst nach der letzten NLA-Runde am nächsten Wochenende fest da man hier auf die direkten Tabellennachbarn und Verfolger trifft.

 

Fünf-Satz-Marathon im Krimi gegen Walzenhausen

Im ersten Satz unterlief dem TSV Jona ein klassischer Fehlstart und man geriet schnell aufgrund von Eigenfehlern mit 3:7 ins Hintertreffen. Erst gegen Satzmitte legte sich die allfällige Nervosität in allen Mannschaftsteilen und man konnte den Spielverlauf wieder ausgeglichen gestalten. Dank dieses Umstandes drehte Jona gegen Satzende den Spielverlauf und ging seinerseits in Führung. Nachdem man sich in die Satzverlängerung retten konnte, nutze man die erste sich bietende Chance gleich zum so wichtigen Satzgewinn. Mit der Satzführung im Rücken kontrollierten die Gastgeber den Spielverlauf im zweiten Abschnitt und nutzten das 11:8 zur eigentlich beruhigenden 2:0-Satzführung. Ab dem dritten Teilabschnitt übernahm der ehemalige Schweizer Weltklasse-Angreifer Cyrill Schreiber nun auch noch das Service zusätzlich zum bisherigen Rückschlag und dieser Umstand verändern den Spielverlauf gänzlich. Mit einer ungemeinen Präzision und Geschwindigkeit fand Schreiber nun regelmässig Lücken im Joner Abwehrverbund. Da im Gegenzug jedoch auch Yanick Landolt der die Walzenhausener Defensive immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellte entwickelte sich ein nahezu privates Service-Duell zwischen den beiden Angreifern, welches letztendlich der Routinier für sich entschied. Mit dem 1:2-Satzanschluss im Rücken drehte Cyrill Schreiber weiter auf und dominierte das Spielgeschehen nun nach Belieben. Jonas Defensive agierte machtlos gegen die präzisen Schläge und die Angreifer des Heimteams konnten in dieser Phase nicht gegenhalten, weshalb der TSV Jona im vierten Satz beim 2:11 folgerichtig unter die Räder geriet. Um seiner Mannschaft eine Verschnaufpause zu gewähren beantragte der Joner Coaching-Staff eine 5minütige Pause vor den alles entscheidenden fünften Satz. Als goldener Glücksgriff erwies sich letztendlich die Einwechselung von Abwehrspieler Kevin Parkel, welcher die ersten drei Angriff von Schreiber prompt parierte und so mithalf das Momentum zugunsten des TSV Jona zu drehen. Mit einer kleinen Führung im Rücken wurden die Seiten gewechselt und diesen Vorsprung konnte Jona Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung auch bis zum Schluss verteidigen. Nach knapp 1,5 Stunden Abnützungskampf jubelte der TSV Jona vor seinen zahlreichen Zuschauern schlussendlich über diesen wichtigen 3:2-Erfolg, welcher das Team einen grossen Schritt näher an das Ziel «Teilnahme am Final-Event» gebracht hat.

  

Souveräner Joner Teamleistung im Spiel gegen den Hallen-Meister

Zu fortgeschrittener Stunde kam es kurz vor 19 Uhr zur dritten Tagespartie bei der das Heimteam die Spielgemeinschaft Elgg-Ettenhausen empfing. Der amtierende Schweizer Hallenmeister konnte zuvor gegen Walzenhausen nach ebenfalls grossem Kampf seinen ersten Saisonsieg realisieren. Gewarnt von den Vergleichen aus den vergangenen Jahren ermahnte Coach Stefan Helbling seine Mannschaft auch diese Partie konzentriert anzugehen zumal das kräftezehrende erste Spiel sowie die lange Pause danach für den Spielfluss prinzipiell nicht förderlich seien. Angeführt von einem clever und effizient agierenden Max Krebser im Hauptangriff erspielte sich der TSV Jona in allen drei Spielabschnitten bereits frühzeitig einen beruhigen Vorsprung, welche jegliche Hoffnungen auf eine Überraschung bei den Zürchern bereits im Keim erstickte. Solide stehend in der Defensive konnte die eigen Offensive bei nahezu jedem Angriff optimal in Szene gesetzt werden und dementsprechend hoch war auch die Erfolgsquote in dieser Partie. Dank dieser konzentrierten und abgeklärten Mannschaftsleistung sicherte sich Jona den souveränen 3:0-Erfolg.

 

Im Einsatz: Sebastian Kammer, Max Krebser, Patrick Kuster (C), Yanick Landolt, Andreas Merk, Kevin Parkel, Stefan Helbling (Trainer)