8. Runde (Jona)

TSV Jona - Faustball Widnau 1:3 (15:13/6:11/7:11/3:11)
TSV Jona - FG Rickenbach-Wilen 3:0 (11:9/11:7/11:6)


In der abschliessenden NLA-Heimrunde konnten die Männer des TSV Jona Faustball Verfolger FG Rickenbach-Wilen zwar klar bezwingen, mussten aber letztendlich eine ebenso deutliche Niederlage gegen Faustball Windau akzeptieren.

herren1 tn Wie bereits zum Saisonstart bestimmten auch in der letzten NLA-Qualifikationsrunde im Joner Grünfeld kalten Temperaturen, starker Regen und böige Windbedingungen das Spielgeschehen. Obwohl die Joner Faustballer bereits seit mehreren Wochen Gewissheit betreffend dem Verpassen des eigentlichen Saisonziel hatten, ging es in dieser letzten Runde mit den beiden Partien gegen Titelverteidiger Widnau sowie Verfolger Rickenbach-Wilen schlussendlich doch noch um einiges. Aufgrund der Ergebnisse des Soieltages spitze sich der Spannungsbogen gar soweit zu, dass die letzte Saisonpartie gegen die FG Rickenbach-Wilen zu einem Showdown um den direkten Klassenerhalt mutierte. Da Jona gegen das ersatzgeschwächte Faustball Windau eine äusserst schmerzliche Niederlage hinnehmen musste und im Gegenzug Rickenbach-Wilen die Rheintaler überraschend deutlich bezwingen konnte, musste der TSV Jona im Direktduell gegen die Thurgauer unbedingt reüssieren. Glücklicherweise gelang dies den St. Gallern vom Oberen Zürichsee letztendlich in souveräner Art und Weise und ermöglichten dadurch zwei verdienten Mitspielern einen positiven Abgang aus der NLA. Die Partie war zum Einen der letzte Einsatz von Abwehrspieler Fabio Caspani, welcher nach langjährigem Einsatz in der 2. Mannschaft auf diese Saison hin das Fanionteam verstärkte und nun aufgrund eines beruflichen Wohnortwechsels seine Faustballkarriere beim TSV Jona aufs Eis legt. Zum Anderen war dieser Spieltag auch der letzte Einsatz des langjährigen NLA-Spielers Sebastian Kammer, welcher nach insgesamt 14 Jahren im Fanionteam des TSV Jona seine Karriere in der 1. Herrenmannschaft beendet und zukünftig ab dem Winter in der NLB-Reserve aufläuft. 

 

Katastrophale Mannschaftsleistung gegen Widnauer Rumpfteam  

Bei widrigsten Witterungsbedingungen trafen die Joner auf Leader und Meister Faustball Widnau. Zwar haben die Rheintaler gegen Saisonende mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen aber dennoch ist Widnau jederzeit in der Lage eine konkurrenzfähige Mannschaft zu stellen was auch die Joner Faustballer über den Spielverlauf hinweg anerkennen mussten. Im ersten Spielabschnitt hatten beide Defensivreihen grosse Mühe überhaupt einmal ein gegnerisches Service erfolgreich zu entschärfen weshalb sich ein reines Angaben-Duell zwischen Jonas Yanick Landolt und Widnaus Routinier Remo Pinchera entwickelte. Gegen Satzende konnten die Joner den anfänglichen Rückstand drehen und behielten in der äusserst knappen Schlussphase der Satzverlängerung schlussendlich mit 15:13 die Oberhand. Trotz dieses Erfolgserlebnisses und der 1:0-Satzführung gewannen die Joner dadurch nicht an Sicherheit und mussten mit zunehmendem Spielverlauf hinnehmen das Widnau schlussendlich die Oberhand gewann. Über den gesamten Spielverlauf hinweg konnte man die eigene Defensive nicht stabilisieren und wenn man einmal in den Spielaufbau kam agierte man zu verunsichert bzw. fahrlässig. Nachdem Faustball Widnau die Partie drehen konnte und Jona nun mit 1:2 in Satzrückstand geriet ergaben sich die St. Galler vom Oberen Zürichsee ihrem Schicksal und kassierten im abschliessenden Satz mit 3:11 ein herbe Klatsche.

  

Joner Leistungsexploit im Abstiegs-Showdown gegen Rickenbach-Wilen 

Nach der eignen 1:3-Niederlage sowie dem äusserst überraschenden Drei-Satz-Sieg der FG Rickenbach-Wilen gegen den Tabellenführer kam der TSV Jona plötzlich unerwarteter Weise doch noch einmal in arge Abstiegsnöte. Aufgrund der vorherrschenden Tabellensituation vor dem allerletzten NLA-Spiel mussten die Joner unbedingt mindestens zwei Sätze gegen die FG RiWi gewinnen um nicht doch noch kurz vor Saisonende auf den Barrage-Platz abzurutschen. Beiden Teams war die Last dieser grossen mentalen Drucksituation von Beginn an anzumerken und es entwickelte sich ein hartumkämpftes Abstiegsduell. Im ersten Satz blieb die Partie bis zum Schluss äusserst ausgeglichen mit zahlreichen Führungswechseln wobei der TSV Jona am Ende das nötige Quäntchen Wettkampfglück für sich beanspruchen konnte und knapp mit 11:9 den Startsatz gewinnen konnte. Dieser Satzgewinn liess einen Grossteil der anwesenden Fans sowie auch die Mannschaft von Trainer Stefan Helbling ein erstes Mal tief durchatmen. Unabhängig davon war man sich bewusst, dass man jedoch weiterhin konzentriert und fokussiert den weiteren Spielverlauf angehen musste um Rickenbach-Wilen nicht noch einmal ins Spiel zurückkommen zu lassen. Mit zunehmendem Spielverlauf gelang es Jona sich Schritt für Schritt langsam abzusetzen und verdientermassen auch den zweiten Spielabschnitt mit 11:7 zu gewinnen. Die 2:0-Satzführung des TSV Jona schien den Kontrahenten letztendlich ein wenig zu demotivieren und raubte den Thurgauern den letzten Kampfgeist. Dementsprechend souverän sicherte sich das Heimteam den dritten Teilabschnitt und konnte sich gegen Satzende auch noch den Luxus leisten den beiden abtretenden Spielern mit Wechseln eine Bühne des Applaus zu bieten. 

 

Im Einsatz: Fabio Caspani, Sebastian Kammer, Max Krebser, Patrick Kuster (C), Yanick Landolt, Andreas Merk, Kevin Parkel, Stefan Helbling (Trainer)