Männer 2: NLB 2025/26 - Bericht 5. & 6. Runde: Joner NLB-Reserve sichert den Klassenerhalt mit wichtigem Sieg über Oberwinterthur
5. Runde (Jona)
| TSV Jona 2 - Faustball Widnau | 1:3 | (0:11/11:9/10:12/1:11) |
| TSV Jona 2 - TSV Waldkirch | 0:3 | (9:11/5:11/5:11) |
6. Runde (Wilen)
| TSV Jona 2 - TV Oberwinterthur | 3:2 | (10:12/8:11/11:5/11:7/11:7) |
| TSV Jona 2 - FG Elgg-Ettenhausen 2 | 0:3 | (9:11/8:11/4:11) |
Die Ausgangslage vor den letzten beiden NLB-Runden war bereits im Vorfeld mehr als klar. Die beiden Fanionteam-Vertreter aus der NLA-Feldsaison, FG Rickenbach-Wilen und Faustball Widnau, lagen uneinholbar an der Tabellenspitze und kämpfen in einem Fernduell um den NLB Ost Titel. Dahinter folgt ein breites Feld aus den verbleibenden vier Vereinen, welche je nach Ausgangslage mehr oder weniger um den Klassenerhalt kämpfen würden. Theoretisch lag für alle diese Teams der Abstieg aber auch der Gewinn der Bronzemedaille im Bereich des Möglichen. Für den TSV Jona war bereits im Vorfeld klar, dass mindestens ein Sieg aus den vier Partien realisiert werden muss um aus eigener Kraft den Verbleib in der Nationalliga B Ost zu sichern.
Missglückte Heimrunde am Samstag
Die fünfte Qualifikationsrunde hielt endlich die erste und einzige Heimrunde in der Jona Sporthalle Rain bereit und die Mannschaft von Trainer Christoph Martig wollte zu Hause eigentlich bereits den Sack zumachen und mit einem Sieg das Thema Klassenerhalt ins Archiv verbannen. Die Auftaktpartie gegen Ligafavorit Widnau wurde dabei eher als zusätzliche Trainingseinheit nach der lagen Weihnachtspause angesehen zumal beide Joner Hauptangreifer die letzten beiden Wochen krankheitsbedingt nur sehr limitiert trainieren konnten. Entsprechend verhalten starteten die Hausherren in den Match und anfänglich schien nichts zu funktionieren. Nach einer desaströsen 0:11-Klatsche stellte man zum zweiten Satz auf zwei Positionen um und verteilte die Verantwortung am Service neu. Dadurch kam der TSV Jona viel besser in die Partie, sicherte sich mit 11:9 den Satzausgleich und gestaltete auch den dritten Abschnitt bis zur Verlängerung äusserst ausgeglichen. Leider verpasste man hier die eigene Satzführung und geriet mit 10:12 erneut in Satzrückstand. Im vierten Satz war folgerichtig dann leider etwas die Luft raus und zahlreiche defensive Stockfehler besiegelten das 1:11 und die damit einhergehende Niederlage. Relativ schnell lenkte das Coaching-Team den Fokus auf die zweite Tagespartie gegen den TSV Waldkirch, welcher vor dem Spieltag noch ohne Punktgewinn am Tabellenende klassierte aber am Samstag mit dem überraschenden Erfolg über Konkurrent Oberwinterthur bereits ein Ausrufezeichen setzen konnte. Dementsprechend gewarnt hätten die Joner also sein sollen, denn Waldkirch spielte an diesem letzten NLB-Wochenende wirklich stark auf. Im ersten Abschnitt vertraute man erneut auf die junge Mannschaftsaufstellung ohne Routiniers. Prinzipiell startete Jona eigentlich solide in diesen Satz aber zahlreiche unnötige Eigenfehler sowie clevere gegnerische Angriffsschläge auf die linke Joner Diagonale hinter dem Block erschwerten die Situation massgelblich. Mit 9:11 musste man am Ende den 0:1-Satzrückstand hinnehmen und irgendwie kam es nun zu einem klar ersichtlichen Bruch im Joner Spiel. In den Sätzen zwei und drei gelang nicht mehr viel und etwas ratlos sowie ohne grosse Gegenwehr gestand man beide Teilabschnitte mit 5:11 dem Gegner zu. Diese etwas unerwartet klare 0:3-Niederlage begünstigte einen Zusammenschluss der Teams am Tabellenende und verschob die Beantwortung der Frage hinsichtlich des NLB-Absteigers auf die letzte Runde am Sonntag.
Wende im Fünf-Satz-Krimi gegen Oberwinterthur sichert Ligaerhalt
Gleich die erste Tagespartie der abschliessenden NLB-Qualifilationsrunde in Wilen sollte sich zu einem wahren Showdown um den Klassenerhalt entwickeln. Das Direktduell zwischen dem Vierten Jona und dem neuen Tabellensechsten Oberwinterthur würde über den Ligaverbleib des TSV Jona Faustball entscheiden.
Diese Wende zum viel umjubelten 3:2-Erfolg war letztendlich gleichbedeutend mit dem Realisieren des NLB-Klassenerhaltes für die zweite Herrenmannschaft des TSV Jona. Nachdem im Anschluss Waldkirch überraschend auch die FG Elgg-Ettenhausen 2 bezwingen konnte, ergab sich für den TSV Jona auf einmal etwas unerwartet die Chance die NLB-Saison auf dem dritten Rang abzuschliessen. Dafür hätte man aber das finale Direktduell gegen Elgg-Ettenhausen 2 in drei bzw. vier Sätze gewinnen müssen.
Im Einsatz: Dennis Gremper, Cyrill Hagen, Fabian Helbling, Sebastian Kammer, Aron Martig, Alexander Rohrer, Nico Schluep, Christoph Martig (Coach)