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Männer 2: NLB 2023/24 - Bericht 4. & 5. Runde: NLB-Reserveteam mit vorzeitigem Klassenerhalt

Am vergangenen Samstag und Sonntag stand die NLB-Mannschaft des TSV Jona im Rahmen einer Auswärtsdoppelrunde in Müllheim sowie Schlieren im Einsatz. Dank des hart erkämpften Fünf-Satz-Erfolges gegen Tabellennachbar Schlieren sicherte sich das junge Team frühzeitig den angestrebten Klassenerhalt.

4. Runde (Müllheim)

TSV Jona 2 - TV Oberwinterthur 1:3 (5:11/13:11/4:11/9:11)
TSV Jona 2 - Faustball Wigoltingen 0:3 (8:11/4:11/8:11)

5. Runde (Schlieren)

TSV Jona 2 - FG Elgg-Ettenhausen 2 1:3 (1:11/11:9/6:11/10:12)
TSV Jona 2 - Faustball STV Schlieren 3:2 (8:11/7:11/11:8/11:6/11:4)

Phasenweise gute Leistungen leider unzureichend belohnt

Am Samstag ging es für die NLB-Herren ins thurgauische Müllheim und im Rahmen der bereits vierten Meisterschaftsrunde traf man erstmalig auf Oberwinterthur sowie auf die Gastgeber aus Wigoltingen. Trotz teilweise ansprechender Leistung taten sich die Männer von Trainer Christoph Martig schwer über eine längere Distanz hinweg die geforderte Offensivpower zu etablieren, welche an diesem Tag notwendig gewesen wäre um die beiden Kontrahenten zu bezwingen. In der Mehrzahl der Sätze hielt die Mannschaft des TSV Jona zwar lange mit aber immer in der wichtigen Schlussphase liess man zahlreiche Chancen ungenutzt und agierte zudem teilweise zu fehlerhaft. Folgerichtig waren sowohl die 1:3-Niederlage gegen den TV Oberwinterthur als auch die erneute 0:3-Niederlage gegen die Hausherren von Faustball Wigoltingen die logische Schlussfolgerung. Dennoch war man auf Seiten der Joner zuversichtlich das die gezeigte Leistung eine vielversprechende Basis für die so wichtige NLB-Runde am darauffolgenden Tag sei.

Mentaler Kraftakt lanciert Comeback-Sieg zum vorzeitigen Klassenerhalt

Die sonntägliche Auswärtsrunde in Schlieren war für den TSV Jona die wichtigere Runde an diesem Doppelspieltag in der Nationalliga B Ost, denn in ihrer zweiten Tagespartie trafen die St. Galler vom Oberen Zürichsee erneut im Direktduell auf das bis dahin noch punktlose Schlieren. Zuvor musste Jona jedoch zum Rückspiel gegen die NLB-Reserve der FG Elgg-Ettenhausen antreten. Anfänglich fand man überhaupt nicht in die Partie und wurde mit 1:11 regelrecht abgefertigt. Nach einer energischen Ansprache vom Coaching-Team wurde die Mannschaft wachgerüttelt und stemmte sich gegen die drohende Klatsche. In einem hart umkämpften Satz behielt man am Ende mit 11:9 die Oberhand. Nach dem Seitenwechsel rannte man erneut früh einem 2:6-Rückstand hinterher und konnte diesen nicht mehr kompensieren wodurch man mit 1:2-Sätzen ins Hintertreffen geriet. Der vierte Teilabschnitt wurde noch einmal dramatisch da sich kein Team bis zum Stand von 9:9 absetzen konnte. Leider gelang es den Jonern nicht die sich bietenden Chancen in Punktgewinne umzumünzen weshalb man sich knapp mit 10:12 geschlagen geben musste.

Nun hiess es sich noch einmal zu sammeln und den Fokus sowie die volle Konzentration auf das Rückspiel gegen Schlieren zu richten. Bereits im Vorfeld war klar, dass ein erneuter Joner Sieg gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Klassenerhalt wäre und bei einer Niederlage man höchstwahrscheinlich noch einen weiteren Sieg an der letzten NLB-Runde im Januar benötigen würde. Dementsprechend konzentriert ging man ans Werk und startete ideal mit drei Punktgewinnen in die Partie und konnte sich auf 8:3 absetzen. Nun kam es jedoch zu einem unerklärlichen Bruch auf Seiten der Joner denn es gelang kein einziger Punktgewinn mehr und man musste dem Gastgeber aus Schlieren ganze acht Punkte in Serie zugestehen wodurch man diesen eigentlich schon sichergeglaubten Satzgewinn doch noch mit 8:11 aus der Hand gab. Sichtlich geschockt von dieser unerwarteten Wende rannte man im zweiten Spielabschnitt früh einem Rückstand hinterher und konnte anders als zuvor Schlieren beim Stand von 3:7 nicht seinerseits die Aufholjagd zur erhofften Wende in diesem Satz lancieren. Nach dem 7:11 und damit dem 0:2-Satzrückstand sah sich der TSV Jona mit dem Rücken zur Wand und es bedurfte nun eines Kraft- und Willensaktes, um diesen Match doch noch zu drehen. Bis Mitte des dritten Abschnittes war die Partie ausgeglichen und keines der beiden Teams konnte sich merklich absetzen, ehe sich Jona beim Stand von 10:7 Satzbälle erspielte und diese auch nutzen konnte. Angespornt von diesem Satzgewinn kehrte das Vertrauen in die eigenen spielerischen Fähigkeiten zurück zu den Jonern und dies zeigte sich auch im Spielverlauf des vierten Teilabschnittes. Über 5:3 zum 9:5 kontrollierte man das Spielgeschehen und sicherte sich mit dem 11:6 den so wichtigen 2:2-Satzausgleich. Schlieren hingegen schien in dieser Phase gebrochen zu sein, denn die Zürcher wussten im Entscheidungssatz ihrerseits nicht mehr zu kontern. Der TSV Jona agierte nun als die bessere Mannschaft und machte die wichtigen Punkte wodurch bei einem beruhigenden Stand von 6:1 letztmalig die Seiten gewechselt wurden. Aufbauen auf einer nun sattelfesten Defensive und einem idealen Spielaufbau liess man nun nichts mehr anbrennen und realisierte mit 11:4 doch noch den so wichtigen Sieg im Direktduell der Tabellennachbarn.

Dieser hart erkämpfte Fünf-Satz-Sieg sichterte letztendlich frühzeitig einen Spieltag vor Schluss den vor Saisonbeginn angestrebten Klassenerhalt aus eigener Kraft. Aus Sicht des Trainers Christoph Martig war dies ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der jungen Mannschaft denn in den vergangenen beiden Hallenspielzeiten blieb die Mannschaft jeweils sieglos und man schaffte den Ligaerhalt jeweils nur doch Sonderregellungen (Corona-Saison ohne Absteiger) bzw. durch Unterstützung der dritten Mannschaft (1. Liga Meister). Nach der nun bevorstehenden Weihnachtspause möchte das Team sich Mitte Januar an der abschliessenden Heimrunde in Jona von seiner besten Seite zeigen und kann dabei befreit aufspielen.

Im Einsatz: Dennis Gremper, Cyrill Hagen (verletzt), Fabian Helbling, Sebastian Kammer, Aron Martig (C), Eric Martig, Valentin Schnecko, Christoph Martig (Coach)