Männer 2: NLB 2024 - Bericht 8. Runde: Zweite Herren gewinnt sensationell als Aufsteiger den NLB Ost Meistertitel
8. Runde (Jona)
| TSV Jona 2 - FG Rickenbach-Wilen 2 | 3:0 | (11:4/12:10/11:9) |
| TSV Jona 2 - FG Elgg-Ettenhausen 2 | 3:2 | (14:12/12:10/3:11/5:11/11:9) |
Mit Hinblick auf die aktuelle Situation des eigenen Fanionteams in der Nationalliga A ging es für das NLB-Team umso einiges in diesen beiden letzten Saisonpartien. Die äusserst enge Tabellensituation bei der die Teams von Platz zwei bis sieben jeweils nur maximal vier Punkte auseinanderlagen, sorgte dafür das Jona 2 prinzipiell eine Vollrunde benötigte um aus eigener Kraft und ohne grosse Rechnerei das beste aufstiegsberechtigte Team in der NLB Ost zu bleiben. Dank den beiden Heimsiegen konnte dieses Vorhaben realisiert werden und die Mannschaft von Trainer Christoph Martig qualifiziert sich somit für die Barrage zur Nationalliga A, in welcher die FG Rickenbach-Wilen (Vorletzter NLA), die FG Fricktal (Meister NLB West) sowie der TSV Jona 2 (Meister NLB Ost) um die beiden verbleibenden NLA-Startplätze kämpfen werden. Sollte es Jona 2 gelingen in dieser Dreier-Runde eine der beiden anderen Mannschaften hinter sich zu lassen, wäre dies gleichbedeutend mit einem verspäteten Klassenerhalt des eigenen NLA-Fanionteams welches ansonsten aus der NLA in die NLB relegiert werden würde – und zusätzlich den Zwangsabstieg von Jona 2 aus der NLB Ost in die 1. Liga Ost bedeuten würde.
Hart erkämpfter Drei-Satz-Sieg zum Auftakt
Bei hochsommerlichen Bedingungen eröffneten die Joner den Spieltag mit der Partie gegen die Mannschaft der FG Rickenbach-Wilen 2. Im Hinspiel konnte man sich gegen die Thurgauer nach hartem Kamp in fünf Sätzen durchsetzen weshalb man auch für das Rückspiel entsprechend gewarnt war. Beide Teams agierten in dieser letzten NLB-Meisterschaftsrunde mit einer Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Routiniers, wobei das Heimteam deutlich besser in die Partie fand. Mit der tief stehenden Sonne im Rücken eilte man gerade im Schnelltempo vom 5:2 über ein 8:4 zum ungefährdeten 11:4-Satzgewinn. Auch im zweiten Abschnitt sah es zunächst nach einem weiteren klaren Satzerfolg für die Joner aus denn die Gastgeber führten bereits mit 7:4 bzw. 9:6. Allerdings stemmte sich Rickenbach-Wilen jedoch noch einmal mit aller Kraft gegen den nächsten Satzverlust und konnte zum 10:10 ausgleichen. In einer dramatischen Schlussphase mit langen Ballwechseln behielt am Ende jedoch Jona das etwas glücklichere Ende mit 12:10 für sich. Der dritte Satz blieb weiterhin umkämpft und Jona rannte bis zum 7:7-Ausgleich immer einem kleinen Rückstand hinterher. In dieser Phase erwies eine taktische Umstellung bzw. Einwechselung bei den Jonern als ausschlaggebender Erfolgsfaktor denn die St. Galler vom Oberen Zürichsee machten zum Satzende beim Stand von 9:9 die beiden wichtigen letzten Punkte zum so wichtigen 3:0-Erfolg.
Hochstehendes und dramatisches Finale um den NLB-Meistertitel
Aufgrund der anderen Ergebnisse an dieser NLB-Schlussrunde stand bereits vor Beginn der Partie zwischen dem TSV Jona 2 und der FG Elgg-Ettenhausen 2 fest, dass der Sieger sich zum Meister küren und der Verlierer auf den dritten Tabellenplatz hinter Faustball Widnau 2 abrutschen würde. Dementsprechend war für Hochspannung gesorgt und den zahlreichen Zuschauern, unter die sich auch die nun spielfreien anderen NLB-Mannschaften mischten, wurde somit ein echtes Finale um den Titel geboten. Beide Teams schenkten sich nichts und wussten noch einmal alles an Leistung abzurufen, weshalb gerade die ersten beiden Sätze hoch dramatisch und eng waren. Beide Spielabschnitte wurden jeweils immer erst in der Satzverlängerung entschieden, wobei der heimische TSV Jona jeweils das glücklichere Ende mit 14:12 sowie 12:10 für sich beanspruchen konnte. Doch wer nun meinte dass sich Elgg-Ettenhausen trotz des zweifachen Satzrückstandes so einfach geschlagen geben würde lag definitiv falsch. Mit einer fantastischen Comeback-Leistung drehte die Spielgemeinschaft in den Sätzen drei und vier auf, liess den Jonen keine Chance und glich folgerichtig völlig verdient zum 2:2 nach Sätzen aus. Also alles wieder auf Null hiess es nun vor dem fünften und somit entscheidenden Satz. Jonas Trainer sowie die Routiniers fanden in der kurzen Satzpause scheinbar die richtigen Worte, denn wie Phönix aus der Asche erspielten sich die Gastgeber mit vier Punktgewinnen in Folge eine eigentlich beruhigende 6:2-Satzführung. Nach dem Seitenwechsel verpuffte dieser vermeintlich sichere Vorsprung aufgrund unnötiger Eigenfehler jedoch äusserst schnell und man musste den Konkurrenten noch einmal auf 6:5 herankommen lassen. In den nächsten Spielzügen und Punkten kämpften beide Teams um jeden Ball und dementsprechend ging es auch hin und her auf dem Scoreboard. Beim Stand von 10:9 konnten die Joner bei ihrem zwieten Matchball von einem gegnerischen Eigenfehler profitieren und der viel umjubelte, anfangs Saison nicht für möglich gehaltene NLB-Meistertitel war Tatsache.
Im Einsatz: Marco Baumann, Dennis Gremper (abwesend), Cyrill Hagen, Fabian Helbling, Sebastian Kammer, Patrick Kuster, Finn Manhart, Aron Martig (abwesend), Alexander Rohrer, Nico Schluep, Valentin Schnecko (C), Christoph Martig (Coach)